Oper in Berlin

Elisabeth Sobotka wird Intendantin der Staatsoper

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Volker Blech
Elisabeth Sobotka wechselt von Bregenz nach Berlin.

Elisabeth Sobotka wechselt von Bregenz nach Berlin.

Foto: Walter Bieri / picture alliance/KEYSTONE

Daniel Barenboim bezeichnet die neue Intendantin als „Glücksfall für die Staatsoper“.

„Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat in seiner heutigen Sitzung dem Vertrag mit Frau Elisabeth Sobotka als Intendantin der Staatsoper Unter den Linden ab dem 1. September 2024 zugestimmt“, teilte die Senatsverwaltung für Kultur und Europa am Donnerstag mit: „Sie tritt damit die Nachfolge von Matthias Schulz an, der an das Opernhaus Zürich wechselt.“ Elisabeth Sobotka leitet derzeit die Bregenzer Festspiele, davor war sie Geschäftsführende Intendantin der Oper Graz. 2002 war sie bereits an die Berliner Staatsoper gekommen und war hier als Operndirektorin in der Intendanten-Zeit von Peter Mussbach bis 2007 tätig.

Eine kleine, aber durchaus heikle Formalie steckt noch in der Pressemitteilung verborgen, denn die Bregenzer Intendantin Elisabeth Sobotka wirkte zugleich auch als Stiftungsrätin in Berlin. Der Stiftungsrat ernennt die Intendanten, die Generalmusikdirektoren, die Geschäftsführenden Direktoren und den Generaldirektor. Eine Stiftungsrätin darf sich nicht selber zur Intendantin küren. Es findet sich also der Zusatz: „Frau Sobotka legte vor der Auswahlentscheidung ihr Amt als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Oper in Berlin, dem sie seit 2012 angehörte, nieder.“ Kultursenator Klaus Lederer betont, dass wir „mit Frau Sobotka eine überaus kompetente, international erfahrene und leidenschaftliche Kulturmanagerin gewinnen, die mit der Staatsoper Unter den Linden seit langem verbunden ist.“

Wichtiger für ihr zukünftiges Wirken ist wohl die Stellungnahme von Daniel Barenboim, dem Generalmusikdirektor der Staatsoper. „Ich kenne und schätze Elisabeth Sobotka seit vielen Jahren“, sagt der Stardirigent. „Ihre Zeit als Operndirektorin an der Staatsoper war von einer sehr beglückenden und fruchtbaren Zusammenarbeit gekennzeichnet, und so sehe ich Frau Sobotkas Amtsantritt mit großer Freude entgegen. Ich habe ihren Weg in den vergangenen Jahren interessiert verfolgt. Sie ist engagiert, kenntnisreich, begeisterungsfähig und äußerst vielseitig in ihrem künstlerischen Denken. Darüber hinaus schätze ich ihre kollegiale Art und ihren Führungsstil sehr. Sie brennt für die Oper und die Musik und ist als Intendantin ein Glücksfall für die Staatsoper.“

Elisabeth Sobotka, die neue Intendantin, sagt, Berlin sei die Stadt, in der sie leben und Oper machen möchte. „Ich kenne und schätze die Möglichkeiten der Staatsoper Unter den Linden“, so Elisabeth Sobotka, „und ich spüre eine inspirierende Mischung von Aufbruch und ‚nach Hause kommen‘.“