Konzert in Berlin

Zeitreise mit A-ha in der Mercedes-Benz Arena

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Ulrike Borowczyk
Synthie-Sound und 80er-Jahre Nostalgie: A-ha bei ihrem Auftritt in Berlin.

Synthie-Sound und 80er-Jahre Nostalgie: A-ha bei ihrem Auftritt in Berlin.

Foto: dpa

Bei ihrer "Hunting High and Low"-Tour gastieren A-ha auch in Berlin und schicken ihr Publikum auf einen Nostalgie-Trip in die 80er.

Berlin. Ein Konzert mit A-ha ist wie eine Zeitreise: Tanzen, mitsingen, einfach Spaß haben wie in den verbummelten Sommern der Jugend. Damals in den 1980er- und 1990er-Jahren. Es gibt luftigen Pop zu Synthie-Klängen und knalligen Drums. Und die Frauen schwärmen immer noch wie weiland als Teenager ein bisschen für Frontmann Morten Harket und seine markante Stimme.

Zumindest ist es beim Berliner Gig der norwegischen Superstars in der Mercedes-Benz Arena so. Benannt haben die Musiker ihre aktuelle, pandemiebedingt immer wieder verschobene Tour nach ihrem ersten Album „Hunting High and Low“. Dem die zweite Hälfte gewidmet ist.

Bekanntlich folgten diesem Longplayer eine rasante Karriere, dann eine Schaffenspause, später das große Comeback und letztlich die Auflösung der Band im Jahr 2010. Die hielt aber nur fünf Jahre, dann kamen Sänger Morten Harket, Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy und Keyboarder Magne Furuholmen für ihr 30-jähriges Jubiläum wieder zusammen. Jetzt feiert die Band den 35. Geburtstag ihres Debütalbums.

Im ersten Teil des Konzerts spielen A-ha nun Songs aus dem gesamten Repertoire. Wie ihr Cover von Carole Kings „Crying in the Rain“ und ihren James-Bond-Song "The Living Daylights" von 1987. Aber auch erste Tracks aus "True North", ihrem neuen Dokumentarfilm und gleichnamigen neuen Album, das im Herbst erscheinen soll. Was die Fans in der ausverkauften Arena jubeln lässt. Wenngleich der flächige, leicht übersteuert wirkende, wenig differenzierte Sound etwas zu wünschen übrig lässt.

Im zweiten Set begeben sich die Norweger alsdann auf den Nostalgie-Trip zurück in die 1980er-Jahre und spielen alle zehn Song ihres Debüts. Dafür wurden die alten Hits neu arrangiert.

Darunter der Titeltrack "Hunting High and Low" und die Single „The Sun Always Shines on TV“. Zwei Klassiker. Welthits, wie auch das Lied, das zuletzt kommt und auf das alle gewartet haben: „Take on me“. 1985 der internationale Durchbruch für A-ha. Mit über einer Milliarde YouTube-Klicks neben „Bohemian Rhapsody“, „Smells Like Teen Spirit“ und „November Rain“ einer der vier meistgeklickten Songs des letzten Jahrhunderts. Hier ein Wohlfühl-Finale mit 80er-Atmosphäre.