Klimaschutz

Theatertreffen will weitgehend auf Flüge verzichten

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Berliner Theatertreffens sprach bei der Eröffnung des diesjährigen Treffens im Haus der Berliner Festspiele.

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Berliner Theatertreffens sprach bei der Eröffnung des diesjährigen Treffens im Haus der Berliner Festspiele.

Foto: dpa/Monika Skolimowska

Beim Berliner Theatertreffen soll noch mehr auf den Klimaschutz geachtet werden.

Beim Berliner Theatertreffen soll noch mehr auf den Klimaschutz geachtet werden. „Bei der Jury werden Flüge nur noch in Ausnahmefällen genehmigt“, sagte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer der Deutschen Presse-Agentur. Das Theatertreffen zählt zu den großen Bühnenfestivals. Eine Jury sichtet dafür jährlich etliche Theaterinszenierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zehn davon werden nach Berlin eingeladen.

Auch mit den Gastbühnen hätten sie die Vereinbarung, dass grundsätzlich keine Flüge stattfinden, sagte Büdenhölzer. „Wie immer gibt es Ausnahmen - aber was ich in der Nachhaltigkeitsdebatte gelernt habe: sich nicht mit Ausnahmefällen aufzuhalten, sondern das große Ganze im Auge zu behalten.“

„Wir haben uns in den letzten zwei Jahren sehr stark mit der Frage beschäftigt: Wie kann man eigentlich ökologisch-nachhaltig Festivals veranstalten?“, sagte Büdenhölzer. „Und wir haben angefangen, für das Festival eine Klimabilanz zu erstellen. Da sind wir noch in den Anfängen, weil es ein sehr komplexer Prozess ist.“

Sie hätten sich mit Expertinnen und Experten des „Aktionsnetzwerks Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“ verbündet. „Für die Klimabilanzierung haben wir einen CO2-Rechner aus Großbritannien genutzt, der heißt „Julie's Bicycle“ und wurde extra für die Kulturwelt entwickelt“, sagte Büdenhölzer. „Wir haben jetzt erste Ergebnisse vorliegen und diese sind auch nicht überraschend. Die Fakten bestätigen unsere Vermutung, dass natürlich die Mobilität beim Festival die größten Emissionen verursacht.“

Das Theatertreffen läuft noch bis 22. Mai. Diesmal soll auch das Publikum motiviert werden, auf Bus und Bahn umzusteigen. „Wir haben jetzt zum ersten Mal ein BVG-Ticket für den ABC-Bereich ins Festivalticket integriert. Weil wir uns wünschen, dass unsere Theaterzuschauerinnen und Theaterzuschauer nicht mit dem Auto kommen“, sagte Büdenhölzer.

( dpa )