Corona Berlin

RBB führt 2G-Regel am Arbeitsplatz ein

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Der rbb in der Masurenallee in Charlottenburg.

Der rbb in der Masurenallee in Charlottenburg.

Foto: Christian Ditsch / epd

Nur Geimpfte und Genesene dürfen sich in Senderräumen und -fahrzeugen aufhalten. Andere Rundfunkanstalten haben weniger strenge Regeln.

Mitarbeiter des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) dürfen nur noch geimpft oder genesen zur Arbeit kommen. Die Regel zum Schutz vor dem Coronavirus beziehe sich ausschließlich auf Räume und Fahrzeuge des Senders, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. „Gleichzeitig betonen wir die Notwendigkeit, wo immer möglich mobil, also außerhalb des RBB, zu arbeiten“, sagte er. Die Mitarbeitenden seien am vergangenen Donnerstag per E-Mail und im Intranet informiert worden.

In den vergangenen Monaten habe die Rundfunkanstalt viele Bereiche des Hauses auf mobiles Arbeiten umgestellt, sodass zum Beispiel auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne aktuelle Impfung weiter beschäftigt werden können, sagte der Sprecher. Bei allen Lösungen für die unterschiedlichen Einsatz- und Beschäftigungsfragen spiele die „kontinuierlich gepflegte Abstimmung mit dem Personalrat und der Freienvertretung eine sehr wichtige Rolle“.

Das Vorgehen wurde dem Sprecher zufolge zudem mit dem Justiziariat abgestimmt. Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bewerte der RBB die neuen Regelungen als „sinnvoll und geboten“. Ein Auslöser für das jetzige Vorgehen sei die „dringende Bitte aus dem Kreis der Mitarbeitenden“ gewesen, die bisherigen Regeln mit Blick auf Sendesicherheit und die Gesundheit der Menschen im Haus zu überprüfen. Nennenswerte Auswirkungen auf das Programm seien aktuell nicht zu erwarten.

Das am 24. November auf Bundesebene in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz sieht die 3G-Regel am Arbeitsplatz vor. Demnach haben nur geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen Zugang zum Arbeitsplatz. Wenn keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zudem Homeoffice ermöglichen.

Mit seinen neuen Regelungen ist der RBB wesentlich strenger als die anderen Rundfunkanstalten der ARD, wie die jeweiligen Sprecherinnen und Sprecher der Sender sagten. So hat der Bayerische Rundfunk (BR) zwar bereits Ende November für Mitarbeitende in produktions- und senderelevanten Bereichen die 2G-Regel eingeführt. Für den Zugang zum BR gilt aber ansonsten die 3G-Regel. Der Südwestrundfunk (SWR) erstellt je nach Gefahrenlage abgestufte Beurteilungen für besonders gefährdete Bereiche, in denen sehr kollaborativ zusammengearbeitet werden muss wie in Newsrooms oder bei den Klangkörpern. Hier greift die 2G- beziehungsweise die 2G-plus-Regel. Eine allgemeine 2G-Pflicht besteht noch nicht.

Auch im Hessischen Rundfunk (HR) gilt aktuell noch die 3G-Regelung. Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) findet ebenfalls die gesetzliche 3G-Regel Anwendung. Gleiches gilt für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) und den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Beim Saarländischen Rundfunk (SR) sind keine 2G-Regelungen geplant, ebenso bei Radio Bremen. Gleichzeitig schlossen verschiedene Sender eine Verschärfung der Vorgaben nicht aus.

( epd )