Kunst

Rieckhallen in Berlin bleiben Teil der Nationalgalerie

Bohrkerne als Geschichtenerzähler: Die Arbeit „Unconformities“ von Joana Hadjithomas und Khalil Joreige.

Bohrkerne als Geschichtenerzähler: Die Arbeit „Unconformities“ von Joana Hadjithomas und Khalil Joreige.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Ursprünglich sollten die Rieckhallen am Hamburger Bahnhof in Berlin abgerissen werden. Nun wurde eine Lösung für den Erhalt gefunden.

Berlin. Die Rieckhallen am Hamburger Bahnhof bleiben als Teil der Nationalgalerie in Berlin erhalten. Ursprünglich sollten die Hallen, bisher Raum für Ausstellung aus Bestanden der Flick Collection, abgerissen werden. Nach rund einjährigen Verhandlungen zwischen dem Land Berlin und dem Immobilienbesitzer CA Immo sei eine Lösung für den Erhalt gefunden worden, teilten die Freunde der Nationalgalerie am Donnerstag mit.

Für den späten Nachmittag war eine Pressekonferenz zur Entscheidung angekündigt. "Diese einzigartigen Räume sind der zentrale Museumsort Berlins für die zeitgenössische Kunst", sagte Gabriele Quandt, Vorsitzende der Freunde der Nationalgalerie. "Nur an wenigen Orten in der Welt kann die Gegenwartskunst im musealen Kontext so wirkungsvoll gezeigt werden, weshalb es ein großes Glück ist, dass die Rieckhallen nun in vollem Umfang erhalten bleiben."

Um das Hauptgebäude Hamburger Bahnhof als Museum für Gegenwart zu erhalten, führt der Bund Gespräche mit der österreichischen Immobiliengesellschaft CA Immo. "Wir hoffen, dass wir auch hier bald von einem positiven Verhandlungsergebnis erfahren", so Quandt. Nur mit sicheren Eigentumsverhältnissen könnten die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen beginnen, die die Voraussetzung für Planungssicherheit in der Programmarbeit des Museums seien.

( dpa )