Coronavirus

40 Prozent Einbußen im Vorverkauf der Deutschen Oper

Opernbesucher meiden immer häufiger die Vorstellungen. Auch der Verkauf an der Abendkasse läuft schwächer, heißt es von der Oper.

Die Deutsche Oper ist mit 1850 Sitzplätzen das größte der drei Berliner Opernhäuser.

Die Deutsche Oper ist mit 1850 Sitzplätzen das größte der drei Berliner Opernhäuser.

Foto: jörg Krauthöfer

Berlin. Die Deutsche Oper Berlin berichtet von herben Einbußen infolge der Corona-Krise. „Der Vorverkauf lag vor vier Wochen noch um 40 Prozent höher“, sagte der Geschäftsführende Direktor Thomas Fehrle bei der Jahrespressekonferenz am Dienstag: „Wir müssen sehen, wie sich der Trend weiter entwickelt. Das ist schon eine ganze Menge, was uns dann hinten fehlt. Wir haben jetzt auch eher schwache Abendkassen.“ Die Deutsche Oper ist mit 1850 Plätzen das größte der drei Berliner Opernhäuser.

Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper, verwies auf die Empfehlungen des Deutschen Bühnenvereins vom Montag. Demnach liegt es im Ermessen der Landesbehörden, wie sie mit der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abzusagen, umgehen. Vorerst geht der Bühnenverein davon aus, dass der Spielbetrieb in den Theatern und Orchestern weitestgehend regulär weitergeht.

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„Wir werden uns mit der Situation von Tag zu Tag neu befassen müssen“, sagte Dietmar Schwarz. „Das Thema ist sehr ernst. Wir müssen damit umgehen.“ In der Leitungssitzung wurde unter anderem diskutiert, ob man nur 1000 Besucher in die Vorstellungen einlässt. In Kopenhagen wurde bei einer Premiere immer ein Platz zwischen Besuchern frei gehalten. Das Modell, wie in Fußballstadien ohne Besucher zu spielen, ginge in der Oper nicht. „Wir spielen für Zuschauer“, sagt Geschäftsführer Fehrle. Es gelte das Prinzip Hoffnung. „Wir haben das ureigenste Interesse zu spielen.“