Aktion

Seien Sie dabei: Mit der Morgenpost auf die Berlinale

Schlangestehen für Tickets? Das muss nicht sein. Das müssen Sie tun, wenn Sie bei den Filmfestspielen als Leserjuror dabei sein wollen

Im Zeichen des Bären: Am 20. Februar startet die Jubliäums-Berlinale. Wie jedes Jahr sucht die Morgenpost zwölf Geschworene für ihre Leserjury.

Im Zeichen des Bären: Am 20. Februar startet die Jubliäums-Berlinale. Wie jedes Jahr sucht die Morgenpost zwölf Geschworene für ihre Leserjury.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Berlin. So spät hat die Berlinale lange nicht mehr begonnen. Zumindest seit sie 1978 vom Sommer in den Winter verlegt wurde. In diesem Jahr startet das Festival erst am 20. Februar. Was vor allem dem Umstand geschuldet ist, dass die Oscars 2020 besonders früh und erstmals vor der Berlinale verliehen werden. Aber auch wenn man nicht mehr von Oscar-Kandidaten profitieren kann, wird auch diese Ausgabe eine ganz besondere.

Schließlich feiert die Berlinale Jubiläum: Sie wird 70 Jahre alt, was gebührend gefeiert wird. Und dann ist es auch das erste Festival unter der neuen Leitung von Carlo Chatrian, dem künstlerischen Leiter, und der Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. Es wird spannend, wie das neue Team starten wird. Gerade auch, weil bislang fast noch nichts bekannt ist. Weder erste Beiträge noch, wer der Internationalen Jury vorsitzt.

Sie brauchen lediglich etwas Sitzfleisch – und viel Zeit

Filmfans rüsten sich dennoch schon. Denn ab 20. Februar wird die Stadt wieder elf Tage lang im Ausnahmezustand sein, wenn Stars und Sternchen aus aller Welt nach Berlin kommen, um ihre Filme zu präsentieren. Dann drängen auch Filmfans nicht nur aus Berlin, sondern aus ganz Deutschland in die Vorstellungen: Die Berlinale ist ja auch von allen Filmfestivals der Welt das größte Publikumsfestival.

Cineasten können hier das Geschehen eben nicht nur, wie anderswo, als Zaungäste hinter dem roten Teppich verfolgen. Sie können auch aktiv all die Filme, die manchmal nie regulär in unsere Kinos kommen, selbst sehen: ob im Berlinale-Palast, im Friedrichstadt-Palast oder in all den anderen Kinos, die sich an der Berlinale beteiligen und das Filmfest zu einem Event quer durch die Stadt machen.

Das Sesam-Öffne-Dich für die Berlinale

Das Problem ist nur: Wie kommt man in die Vorstellungen hinein? Die Tickets sind heiß begehrt, die Warteschlangen vor den Ticketcountern entsprechend lang und die Leitungen beim Online-Banking nicht selten überlastet. Und wie oft passiert es, dass man endlich an der Reihe ist, aber gerade der Film, auf den man sich am meisten gefreut hat, gerade ausverkauft ist?

Die Berliner Morgenpost bietet da eine schöne – und auch sehr begehrte - Alternative. Seit bereits 47 Jahren stellt unsere Zeitung eine eigene Jury, die zehn Tage lang die Wettbewerbsbeiträge sieht, um am Ende daraus den Publikumsfavoriten zu küren.

Die zwölf Geschworenen, die für diese Jury ausgewählt werden, bekommen eine Akkreditierung, die quasi das Sesam-öffne-dich für das ganze Festival ist. Die kostet nichts. Man muss mit ihr auch nicht anstehen. Und man kann damit so viele Filme schauen, wie man möchte. Nicht nur im Wettbewerb, auch in den Nebensektionen.

Dafür braucht es eigentlich nur Sitzfleisch. Ein wenig Englischkenntnisse. Und vor allem Zeit. Morgens ins Büro und abends auf die Berlinale – das geht leider nicht. Denn die Wettbewerbsbeiträge werden tagsüber gezeigt, gleich morgens um neun, dann mittags gegen 12 Uhr und nochmal nachmittags gegen 16 Uhr. Die Leserjury ist also ein Vollzeitjob. Genau wie die „große“ Internationale Jury, die das gleiche Pensum bewältigen muss, um die Bären zu küren.

Ein kurzes Anschreiben reicht

Und so wird’s gemacht: Wenn Sie bei der Leserjury dabei sein wollen, müssen Sie nur eine kleine Bewerbung schreiben. Dabei geben Sie bitte unbedingt folgende Daten an: Name, Alter, Adresse, Beruf, Ihre persönlichen Filmfavoriten sowie eine Handynummer, unter der Sie auch während des Festivals erreichbar sein werden. Dann müssen Sie nur noch ein Passbild beilegen - bitte unbedingt ein Original, keine Fotokopie. Denn sollten Sie zu den Auserwählten gehören, wird dieses Foto Ihren Festivalausweis zieren. Und ab geht die Post an:

Berliner Morgenpost

Kultur-Redaktion

Stichwort: Leserjury

Kurfürstendamm 21

10719 Berlin

Sie können sich natürlich auch online bewerben. Dann mailen Sie bitte an:

leserjury@morgenpost.de

In diesem Fall müssen Sie noch ein digitales Foto als jpg-Datei anhängen. Einsendeschluss ist der 2. Februar. Die Gewinner werden wie immer unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt und am Sonnabend vor Festivalstart, dem 15. Februar, um 10 Uhr zu einem ersten Treffen für eine gute Stunde zusammenkommen. Wer bei der Jury dabei sein will, muss sich auch diesen Termin unbedingt frei halten.

Die Idee zu dem Leserpreis entstand 1974, als die Bären-Vergabe immer elitärer zu werden drohte und ein Publikumserfolg schon fast als anrüchig galt, um mit einem Bären belohnt zu werden. Da diente der Leserpreis noch als eine Art Korrektiv.

Die traditionsreichste Publikumsjury der Berlinale

Inzwischen aber erhalten Filme wie „Nadar und Simin“ (2011), „Seefeuer“ (2016) oder „Körper und Seele“ (2017) wieder ganz selbstverständlich sowohl einen Leserpreis der Berliner Morgenpost als auch einen Goldenen Bären. Zuletzt gewann den Publikumspreis 2019 Norah Fingscheidts „Systemsprenger“, der dann auch im Kino zum Überraschungshit avancierte und als deutscher Kandidat für den Oscar gewählt wurde.

Und auch wenn es inzwischen andere Publikumsjurys gibt: Die der Morgenpost ist mit Abstand die älteste und traditionsreichste. Und die einzige, die in der Hauptsektion abstimmt. Also: Machen Sie mit! Werden Sie Leserjuror. Entscheiden Sie mit, welcher Film in diesem Jahr der Publikumsfavorit wird. Wir drücken Ihnen die Daumen.