Filmfestspiele

Helen Mirren erhält den Ehrenbär der Jubiläums-Berlinale

Helen Mirren ist einer der größten britischen Filmstars. Am 27. Februar wird sie dafür mit dem Ehrenbär ausgezeichnet. Eine gute Wahl.

Helen Mirren 

Helen Mirren 

Foto: . © Foto: Giles Keyte

Bislang hält sich die Berlinale noch sehr bedeckt, was auf dem nächsten Festival (20. Februar bis 1. März), das auch noch das 70. ist, zu erwarten ist. Ein erster Star steht nun aber fest, und damit kann der neue künstlerische Leiter Carlo Chatrian gleich einen echten Coup verkünden: Der Goldene Ehrenbär der Berlinale geht in drei Monaten an die britische Schauspielerin Helen Mirren. Ihr ist auch die traditionelle Filmreihe Hommage – die auch von der neuen Leitung übernommen wird – gewidmet.

Unvergessen ist Mirren als Elizabeth II. in Stephen Frears’ „Die Queen“, für den sie 2007 auch einen Oscar erhielt. Der Film wird denn auch am 27. Februar gezeigt, wenn sie ihre Auszeichnung fürs Lebenswerk erhält.

Ein echter Glanzpunkt ist gesetzt

Einst war sie eine der jüngsten Schauspielerinnen, die je in die Royal Shakespeare Company aufgenommen wurde. Und hatte schon vor der „Queen“ in gefeierten Filmen wie Peter Greenaways „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ oder Robert Altmans „Gosford Park“, aber auch in Skandalfilmen wie „Caligula“ mitgewirkt.

Erst „Die Queen“ aber machte die gestandene Mimin spät zum Star, die nun auch in Hollywood-Actionfilmen wie „R.E.D.“ und „Fast & Furious“ mitwirkt. Derzeit ist sie im Kino im Film „The Good Liar“ zu erleben.

„Ihre Figuren sind beispielhaft für starke Frauen“, ließ Mariette Rissenbeek, die Geschäftsführerin, am Mittwoch verlauten, „und es ist eine große Freude, sie mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk zu ehren.“ Damit ist auch ein erster echter Star-Glanz gesetzt. Zuvor hatte Chatrian ja behauptet, die Berlinale sei „keine Glamourmaschine“, das gehöre nicht „zur Identität Berlins“. Die Wahl der 74-Jährigen, die nur ein wenig älter ist als das Festival selbst, zeigt aber, dass auch die 70. Berlinale nicht auf Stars verzichten wird.