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Die neue Cirque du Soleil-Show „Nysa“ kommt nach Berlin

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Ulrike Borowczyk
Marek Lieberberg (v.l.), Konzertveranstalter, Finn Taylor, Vice President Cinque du Soleil, Daniel Ross, Creative Director Cirque du Soleil und Nathalie Enault, Produzentin Cirque du Soleil vor der Pressekonferenz zu "Nysa".

Marek Lieberberg (v.l.), Konzertveranstalter, Finn Taylor, Vice President Cinque du Soleil, Daniel Ross, Creative Director Cirque du Soleil und Nathalie Enault, Produzentin Cirque du Soleil vor der Pressekonferenz zu "Nysa".

Foto: Annette Riedl / dpa

Die Multi-Millionen-Euro Produktion feiert am 28. Oktober 2020 Weltpremiere - sie wurde eigens für Berlin konzipiert.

Vor dem türkis-rosa-gelben Wasserfarben-Himmel springt die Silhouette eines schlanken Mädchens in die Luft. So also sieht das Plakat der eigens für Berlin entwickelten Show des Cirque du Soleils aus. Auch das Geheimnis um den Namen der Produktion wird damit gelüftet. „Nysa“ heißt sie. „Wir wollten etwas haben, das allgemeingültig ist und schön klingt. In Griechenland ist Nysa ein Frauenname, der so viel wie Balance und Gleichgewicht bedeutet“, erklärt Daniel Ross, der Kreativdirektor des Cirque du Soleils bei der Präsentation im Hotel de Rome.

Für die Produktion, die am 28. Oktober 2020 Weltpremiere feiert, kooperiert das kanadische Entertainment-Unternehmen mit Live Nation, dem weltweit führenden Konzert-Veranstalter. Marek Lieberberg, Geschäftsführer des deutschen Ablegers, schwärmt von einer „starken Partnerschaft unter starken Partnern“ und von der „natürlich allerbesten Show und Artistik, die man sich vorstellen kann“.

Ohnehin ist bei der Präsentation niemand um einen Superlativ verlegen. Geht es doch um eine Multi-Millionen-Euro-Produktion und die erste Residenz des Cirque du Soleils in Europa. Der wurde 1984 vom Straßenkünstler Guy Laliberté gegründet und hat mit Berlin dann insgesamt 21 Spielorte. Außerdem touren 13 Shows. Damit ist das Unternehmen eine Art Starbucks der Artistik-Branche. Mit einem jährlichen Umsatz von Hunderten Millionen Euro beschäftigt der Cirque du Soleil über 4000 Menschen, darunter 1300 Artisten.

Einige Berlin-Phänomene werden in der Show zitiert

Für Berlin hat man sich wegen seiner internationalen Ausstrahlung und der vielen Touristen entschieden. Die Berliner werden in der Show einige Zitate wiedererkennen, die Ortsfremden entgehen dürften. Mehr aber auch nicht. Oder wie Daniel Ross sagt: „Es ist eine Show, die zu Berlin passt, ohne von Berlin zu handeln.“

Aktuell arbeiten rund 150 Mitarbeiter an „Nysa“. Das Regieduo Lulu Helbaek und Simone Ferrari ist dafür gerade in Mailand und erzählt per Video, was für eine Geschichte dahinter steckt: Nysa überwindet Grenzen, verlässt dafür die Komfortzone und entdeckt das Unbekannte. Alles noch etwas nebulös. Nur so viel: Nysa wird dabei von einer Akrobatin verkörpert. Während der Entwicklung der Story trat übrigens Greta Thunberg ins Rampenlicht. Was von Daniel Ross nun flugs zum Inspirationsquell umgedeutet wird.

Cirque du Soleil-Shows sind weltweit Erfolge

Produzentin Nathalie Enault verrät noch, dass man die gesamte Technik des Theaters am Potsdamer Platz nutzen, aber subtil einsetzen will, und den typischen Cirque-Touch hinzufügen wird. Also Hochleistungsartistik gepaart mit fantastischen Kostümen. Sieben Vorstellungen pro Woche sind geplant. Während der Berlinale pausiert die Produktion.

Der letzte Dauermieter des 1700-Zuschauer-Hauses, Stage Entertainment, scheiterte hier bekanntlich mit seinem Musical-Konzept. Man muss aber kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass der Cirque du Soleil dieses Schicksal wohl nicht teilen wird. Seine Shows sind allesamt weltweit Riesenerfolge.