Waldbühne

Taschenlampenkonzert: Tausende Lichter im Rhythmus der Musik

Bereits zum 21. Mal hat das Rock-Pop-Quartett Rumpelstil zu seinem traditionellen Taschenlampenkonzert eingeladen.

Die Berliner Band Rumpelstil steht auf der Bühne – umgeben von einem Lichtermeer aus Tausenden Taschenlampen.

Die Berliner Band Rumpelstil steht auf der Bühne – umgeben von einem Lichtermeer aus Tausenden Taschenlampen.

Foto: J?rg Krauth?fer

Nicht nur Sängerin Blanche Elliz und die Band Rumpelstil haben ein ganzes Jahr auf das Taschenlampenkonzert gewartet. Auch die kleinen und großen Zuschauer sind froh, als es endlich losgeht. Bestens präpariert mit Lampen aller Art und Kuscheldecken, feiert das Publikum eingangs zu afrikanischen Rhythmen „Giraffenhochzeit“, bevor es den ersten Taschenlampen-Check gibt. Die Funzeltauglichkeit stimmt.

Ein Lichtermeer erhellt dabei die fast ausverkaufte Waldbühne. Im Rhythmus der Musik werden die Leuchten hin und her geschwenkt, an und aus gemacht. Dazu lauschen die Kinder hingebungsvoll den Songs der Berliner Band. Denn nicht nur das Publikum liefert mit tausenden Lampen eine erstklassige Show ab. Auch auf der Bühne wird viel geboten, was sehens- und hörenswert ist. Eine farbenfrohe Lightshow und tolle Bühnenlooks der Band. Allen voran Blanche Elliz mit rotem Haar, gelber Jacke und grünem Rock.

Taschenlampenkonzert in der Waldbühne: Funzeln, klatschen, kräftig schreien

Bereits zum 21. Mal hat das Rock-Pop-Quartett zu seinem traditionellen Taschenlampenkonzert eingeladen. Im Publikum sind wie gewohnt viele Familien. Große und Kleine sitzen einträchtig nebeneinander und folgen der Aufforderung von Jörn Brumme, bitte ausgiebig zu funzeln, zu klatschen oder kräftig zu schreien. Mit einsetzender Dämmerung werden immer mehr Kreise, Dreiecke und Quadrate in den Nachthimmel gemalt. Das wunderschöne Spektakel wird mit „Ah“ und „Oh“ bestaunt.

Die Vier von Rumpelstil haben sich reichlich Verstärkung für ein unvergessliches Familien-Event geholt. Neben Blanche Elliz, Sänger und Gitarrist Jörn Brumme, Keyboarder Peter Schenderlein und Schlagzeuger Max Vonthien verstärken Gitarrist Micha Ritter und Saxophonist René Decker die Band live. Außerdem tapst ein Riesenhund über die Bühne, der Mambuso heißt und zum Song „Mambo“ tanzt. Das gelingt ihm durchaus mitreißend. Mambuso tritt dabei versehentlich auf ein Kabel und würgt den Ton ab. Der ist aber schnell wiederhergestellt, was mit einem riesigen „Hallo“ begrüßt wird.

Rumpelstil hat die Taschenlampenkonzerte übrigens 1998 erfunden. Heute sind sie längst ein eingetragenes, geschütztes Markenzeichen. Schließlich werden die Taschen-, Stirn- und Fahrradlampen sowie die unzähligen Leuchtstäbe nicht einfach nur wild herumgeschwenkt. Es gibt auch viele von den Songs befeuerte Mitmach-Choreographien.

Die Lichter sind die Stars im Freiluftrund

Anfangs noch bei Tageslicht, sind die Lichter dann im Abenddunkel die eigentlich Stars im Freiluftrund. Rumpelstil hat allerdings noch einige Überraschungen in petto. Sehr zur Freude des Publikums. So performen die Musiker ihren beliebten „Feuerwehr Song“ diesmal auf Englisch. Und zwar gemeinsam mit dem jungen US-Rapper Jacob Washington. Der hatte „Fire Fighters“ mit der Band bereits bei deren Konzerten in Los Angeles im vergangenen Jahr gesungen. Auch in Berlin begeistert er mit seinen HipHop-Einlagen. Unterstützung kommt zudem von der Blaskapelle Unit Berlin.

Gespielt werden bei dem Mix aus Popkonzert und Taschenlampen-Lichtermeer neue Songs vom aktuellen Album „Schlaflos in Los Angeles“, das durch die Gastspielreise 2018 inspiriert wurde, sowie alle bekannten Hits. Darunter „Tansania“ und „Max in Mexiko“. Und natürlich auch „Tausend kleine Taschenlampen“.

Dass die definitiv heller leuchten als Handys, wird auf einem Beweisfoto festgehalten. Sieben Sekunden lang strahlt es aus der Waldbühne so knallig, dass es unter Garantie noch im Weltraum zu sehen ist. Danach gibt es kein Halten mehr. Zum Dancefloor-Song „Pause von Zuhause“ wird getanzt, bis die Arena bebt. Nicht nur die Lichter verzaubern an diesem Abend, auch die Atmosphäre in der Waldbühne ist einfach magisch.