Goldene Bild der Frau

Das sind die Gewinnerinnen der Goldenen Bild der Frau

Zum 13. Mal werden engagierte Frauen von der Funke Mediengruppe mit der Goldenen Bild der Frau geehrt.

Die Berlinerin Corinna Hölzer ist Preisträgerin der Goldenen Bild der Frau 2019.

Die Berlinerin Corinna Hölzer ist Preisträgerin der Goldenen Bild der Frau 2019.

Foto: GABO für Bild der Frau

Seit 13 Jahren hat Kai Pflaume im Herbst einen festen Termin im Kalender stehen: Am 23. Oktober wird der Moderator im Stage Operettenhaus in Hamburg wieder durch die Verleihung der Goldenen Bild der Frau mit 550 Gästen aus Show, Politik, Wirtschaft und Ehrenamt führen. „Mein Respekt wächst jedes Jahr aufs Neue, wenn ich sehe, was die Preisträgerinnen alles erreichen, wie selbstlos sie sich in die Arbeitstürzen. Ohne solche Menschen würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, so der 51-Jährige. „Die Goldene Bild der Frau ist für mich längst zu einer Herzensangelegenheit geworden.“ Die Ehrung für Frauen, die mit ihren Projekten für mehr soziales Miteinander, mehr Gerechtigkeit oder mehr Umweltschutz kämpfen, wird seit 2006 von „Bild der Frau“ vergeben. Die Zeitschrift erscheint in der Funke Mediengruppe, zu der auch die Berliner Morgenpost gehört.

Unter den fünf Preisträgerinnen ist in diesem Jahr auch wieder eine Berlinerin. Corinna Hölzer kämpft mit ihrer Initiative „Deutschland summt!“ gegen das Aussterben der Insekten, denn Deutschlands Bienen und damit die Artenvielfalt sind durch Pestizide und Monokulturen bedroht. Die 53-Jährige klärt Kinder und Erwachsene auf, hilft beim bienenfreundlichen Gärtnern und startet bundesweite Aktionen. „Das Summen der Natur darf nicht verstummen“, so Hölzer.

Ausgezeichnet werden außerdem Andrea Voß aus Willich in Nordrhein-Westfalen, die nach ihrer Krebserkrankung den Verein „Wir können Helden sein! e.V.“ gründete, der anderen Betroffenen Konzertbesuche, Fotoshootings und Auszeiten ermöglicht. Jacqueline Flory aus München hat den Verein „Zeltschule e.V.“ gegründet und gibt damit Tausenden syrischen Flüchtlingskindern im Libanon die Chance zu lernen. Ines Helke aus Hamburg ist hörbehindert und hat dennoch einen ganz besonderen Chorgegründet. Bei „HandsUp“ werden Lieder nicht mit der Stimme gesungen, sondern mit den Händen gebärdet. Isabel Peter aus dem Allgäu hat ihre kleine Schwester Valentina an Knochenkrebs verloren. Deren sehnlichster Wunsch, zu Hause zu sterben, blieb unerfüllt – weil es dafür kein Palliativ-Team gab. Mit ihrer „Stiftung Valentina“ will Peter das für andere schwerst kranke Kinder ändern.

“Bild der Frau“ unterstützt jedes Projekt mit 10.000 Euro. Bis zum 22. Oktober können die Leser zudem abstimmen, welches Projekt den zusätzlich mit 30.000 Euro dotierten Leserpreis erhält. Überreicht wird die besondere Auszeichnung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. „Ich freue mich sehr auf diesen außergewöhnlichen Abend mit berührenden Lebensgeschichten und bemerkenswerten Frauen“, so die Politikerin. „Diese Verleihung ist so wichtig, weil sie das, was Frauen jeden Tag Großartiges leisten, in den Mittelpunkt rückt und wertschätzt. Ohne Ehrenamt würde ganz viel Kraft, die es in Deutschland gibt, nicht zutage treten.“

Ab kommenden Dienstag werden die Preisträgerinnen mit einer bundesweiten Plakat-Kampagne vorgestellt. Porträtiert wurden sie dafür wie in den Jahren zuvor von Star-Fotografin Gabo.