Filmfestspiele

Berlinale: Die neuen Chefs planen einen zweiten Wettbewerb

Auskehren im Dschungel der vielen Sektionen, das hatte man sich von ihnen erhofft. Stattdessen gibt es schon wieder eine neue Sektion.

Die neue Doppelspitze der Berlinale: Der künstlerische Leiter Carlo Chatrian und Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek

Die neue Doppelspitze der Berlinale: Der künstlerische Leiter Carlo Chatrian und Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek

Foto: Maurizio Gambarini

Man hatte ja gehofft, dass die Neuen bei der Berlinale, der Künstlerische Direktor Carlo Chatrian und die Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek, die im Juni den langjährigen Festivalchef Dieter Kosslick ablösen, einmal kräftig auskehren in dem unübersichtlichem Wald an Nebensektionen. Das Gegenteil ist der Fall.

Unverständliche Entscheidung

Wie die Filmfestspiele am Dienstag überraschend bekannt gaben, wird nun sogar ein zweiter Wettbewerb eingeführt. „Encounters“ soll er heißen. Maximal 15 Filme ab einer Laufzeit von 60 Minuten sollen gezeigt werden, über die drei Preise (für den besten Film, Regie und Spezialpreis) entscheidet eine dreiköpfige Jury.

Ziel sei es, neue Stimmen des Kinos zu unterstützen und den verschiedenen narrativen und dokumentarischen Formen mehr Raum im offiziellen Programm zu geben. Als ob es das bisher nicht gab: Genau das ist eigentlich das Portfolio der Sektion Forum. Diese Novität sorgt gleich wieder für Kopfschütteln.