Deutscher Filmpreis

Lola-Gala in Berlin - Das sind die Preisträger

Beim Deutschen Filmpreis sind die Lolas verliehen worden. Hier eine Übersicht über alle Gewinner.

Das Team von „Der Junge muss an die frische Luft“.

Das Team von „Der Junge muss an die frische Luft“.

Foto: Andreas Rentz / Getty Images

Berlin.  Beim Deutschen Filmpreis sind die ersten Lolas verliehen worden. Schauspieler Alexander Fehling (“Das Ende der Wahrheit“) gewann eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller, wie die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekanntgab.

Beste Nebendarstellerin wurde Luise Heyer, die in „Der Junge muss an die frische Luft“ die Mutter von Hape Kerkeling spielt. Sie war über den Preis sichtlich gerührt. „Es ist mega unwirklich“, sagte sie.

Beste Doku wurde „Of Fathers And Sons“ von Talal Derki - darin geht es um einen islamistischen Vater und dessen Söhne.

Der Preis für die beste Tongestaltung ging an das Team des Seglerdramas „Styx“. Als bei der Vorstellung der Nominierten nur Bilder von Männern erschienen, sang Moderator Tedros Teclebrhan „It’s A Man’s World“ und bekam dafür Applaus.

Die Macher von „Der Goldene Handschuh“ wurden für ihr Maskenbild ausgezeichnet. Der Film von Fatih Akin erzählt vom Serienmörder Fritz Honka, der in Hamburg mehrere Frauen tötete. Hauptdarsteller Jonas Dassler musste dafür jeden Tag lange in die Maske.

Die Lola für das beste Szenenbild ging an Susanne Hopf für „Gundermann“. Das Drama über den gleichnamigen DDR-Liedermacher und Baggerfahrer galt als Favorit beim Deutschen Filmpreis. Der Film von Andreas Dresen war in insgesamt zehn Kategorien nominiert.

Die Gewinner des 69. Deutschen Filmpreises

So haben die Mitglieder der Deutschen Filmakademie abgestimmt:

• Bester Spielfilm – Lola in Gold „Gundermann“ von Andreas Dresen . Lola in Silber „Styx“ von Wolfgang Fischer Lola in Bronze „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link

• Bester Kinderfilm „Rocca – Verändert die Welt“ von Katja Benrath

• Bester Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons“ von Talal Derki

• Regie Andreas Dresen für „Gundermann“

• Drehbuch Laila Stieler für „Gundermann“

• Hauptdarstellerin Susanne Wolff in „Styx“

• Hauptdarsteller Alexander Scheer in „Gundermann“

• Nebendarstellerin Luise Heyer in „Der Junge muss an die frische Luft“

• Nebendarsteller Alexander Fehling in „Das Ende der Wahrheit“

• Kamera/Bildgestaltung Benedict Neuenfels für „Styx“

• Schnitt Anne Fabini für „Of Fathers and Sons“

• Filmmusik Hochzeitskapelle für „Wackersdorf“

• Szenenbild Susanne Hopf für „Gundermann“

• Kostümbild Sabine Greunig für „Gundermann“

• Maskenbild Maike Heinlein, Daniel Schröder und Lisa Edelmann für „Der Goldene Handschuh“

• Tongestaltung Andreas Turnwald, Uwe Dresch, Andre Zimmermann und Tobias Fleig für „Styx“

• Besucherstärkster Film „Der Junge muss an die frische Luft“ von Caroline Link

• Bernd-Eichinger-Preis Filmproduzent Christian Becker

• Ehrenlola für herausragende Leistungen Regisseurin Margarethe von Trotta

Lola-Gala: Ehrenpreis für Margarethe von Trotta

Die Schauspielerin Katja Riemann hat die Regisseurin Margarethe von Trotta als Inspiration und Mutmacherin für Frauen in der Filmbranche gewürdigt. „Sie ist ein Vorbild“, sagte Riemann am Freitag bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin. Die 77 Jahre alte Regisseurin erhielt bei der Lola-Gala den Ehrenpreis.

Von Trotta stand zunächst als Schauspielerin vor der Kamera, etwa in Volker Schlöndorffs „Baal“ oder Rainer Werner Fassbinders „Warnung vor einer heiligen Nutte“. Bereits Anfang der 1970er Jahre aber zog es sie hinter die Kamera - in einer Zeit, in der Frauen noch selten Regie führten.

Für ihren Film „Die bleierne Zeit“ erhielt sie Anfang der 1980er beim Filmfestival in Venedig einen Goldenen Löwen. Sie drehte auch Filme über Hannah Arendt, Hildegard von Bingen und Rosa Luxemburg.

Beste Hauptdarstellerin: Susanne Wolff gewinnt Lola

Die Schauspielerin Susanne Wolff hat eine Lola als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Sie wurde am Freitagabend in Berlin für ihre Rolle im Drama „Styx“ ausgezeichnet. Darin spielt sie eine Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft und sich überlegen muss, wie sie sich verhält. Wolff erzählte bei der Verleihung von den schwierigen Dreharbeiten auf dem Boot - und bedankte sich bei ihrem Team und bei Hilfsorganisationen aus der Flüchtlingsrettung. Wolff setzte sich in der Kategorie gegen ihre Schauspielkolleginnen Aenne Schwarz („Alles ist gut“) und Luise Heyer („Das schönste Paar“) durch.

Deutscher Fimpreis: Alexander Scheer als Hauptdarsteller geehrt

Der Schauspieler Alexander Scheer hat eine Lola als bester Hauptdarsteller gewonnen. Der 42-Jährige wurde in Berlin für seine Rolle in „Gundermann“ ausgezeichnet. Damit gewann das Drama bisher fünf Lolas. „Ich bin sehr gerührt“, sagte Scheer am Freitagabend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises. Vor 20 Jahren habe ihn Regisseur Leander Haußmann besetzt und entdeckt - „gebt ihm eine Großaufnahme“. Scheer bedankte sich bei seiner «Gundermann-Crew» und dem Regisseur Andreas Dresen. „Jetzt stehen wir schon wieder hier mit einem Ostfilm“, sagte Scheer. Der Schauspieler setzte sich in der Kategorie gegen seine Kollegen Jonas Dassler („Der Goldene Handschuh“) und Rainer Bock („Atlas“) durch.

Deutscher Filmpreis: Drehbuch von „Gundermann“ ausgezeichnet

Die Autorin Laila Stieler ist beim Deutschen Filmpreis für das Drehbuch von „Gundermann“ ausgezeichnet worden. Das Drama von Andreas Dresen erzählt die Geschichte des gleichnamigen DDR-Liedermachers. Stieler nahm die Auszeichnung am Freitagabend in Berlin entgegen. In ihrer Dankesrede sagte sie, es gebe einen Satz von Gundermann: „Manchmal bin ich so glücklich, dass ich keine Musik brauche.“

Andreas Dresen gewinnt Lola für beste Regie

Andreas Dresen hat beim Deutschen Filmpreis eine Lola für die beste Regie gewonnen. Er wurde für seinen Film „Gundermann“ über den gleichnamigen DDR-Liedermacher ausgezeichnet. „Ich glaube, wenn man älter wird, ist man näher am Wasser gebaut“, sagte Dresen sichtlich bewegt am Freitag in Berlin. „Das ist ein großes Geschenk.“ Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Die etwa 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben über viele der Gewinner abgestimmt. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt fast drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert. „Gundermann“ war der Favorit des Abends - er gewann bereits vier Preise.

Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Die etwa 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben über die meisten der Gewinner abgestimmt.

Deutscher Filmpreis: Goldene Lola geht an „Gundermann“

Das Drama „Gundermann“ von Regisseur Andreas Dresen hat die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen. Das gab die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt.

Moderiert wurde der Abend von den Schauspielern Désirée Nosbusch (“Bad Banks“) und Teclebrhan (“Systemsprenger“). Das ZDF sollte die Verleihung zeitversetzt ab 22.55 Uhr zeigen.