80 Museen, 800 Events

Lange Nacht der Museen in Berlin: Das sind die Highlights

Vom Deutschen Spionagemuseum bis zur C/O Galerie: Bei der Langen Nacht der Museen öffnen 80 Häuser ihre Türen. Unsere Empfehlungen.

Im Deutschen Spionagemuseum in Mitte können Besucher auf dem Laserparcours in die Fußspuren von Agent 007 & Co. treten. Die Bewegungen der Besucher werden mit einer Wärmebildkamera aufgezeichnet

Im Deutschen Spionagemuseum in Mitte können Besucher auf dem Laserparcours in die Fußspuren von Agent 007 & Co. treten. Die Bewegungen der Besucher werden mit einer Wärmebildkamera aufgezeichnet

Foto: Deutsches Spionagemuseum

80 Museen, 800 Events, ein Ticket – am Sonnabend ist wieder „Lange Nacht der Museen“. Bis 2 Uhr morgen früh kann man hinter die Kulissen blicken, es gibt Führungen, Lesungen, Aktionen und Musik für die ganze Familie. Sieben Shuttle-Bus-Linien fahren fast alle Museen an. Karten in allen beteiligten Museen, 18 Euro, erm. 12 Euro, bis 12 Jahre frei. Infos Tel. 24 74 98 88 (Sonnabend, 12–24 Uhr), www.lange-nacht-der-museen.de.

Mitte: Spannung auf dem Laserparcours

Als Agent muss man beweglich sein und darf sich keinen Fehltritt erlauben. Ob man in die Fußstapfen von 007 & Co. passt, lässt sich auf dem neuen Laserparcours erkunden – die eigenen Bewegungen werden von einer Wärmebildkamera aufgezeichnet. Im „Global Operation Room“ wird auf den Spuren alter Geheimcodes gewandelt.

Deutsches Spionagemuseum: Leipziger Platz, S1, 2, 25, U2 Potsd. Platz, Shuttle-Linie R1, R5, S Potsd. Platz/Voßstr., ab 18 Uhr

Kreuzberg: Auf kleinen Flitzern Rennen fahren

Carrera-Bahn fahren ist Kult und hat es sogar bis ins Museum geschafft. In der Ladestraße des Technikmuseums kann man mit den kleinen Flitzern Rennen fahren. Auch sonst wird viel geboten. Bei den „Going bananas“-Workshops werden verrückte Sachen gebaut, durch ein Postrohr Nachrichten und Süßigkeiten verschickt, ein Museumsroboter bietet Führungen an, im 3-D-Drucker entstehen Kunstwerke.

Deutsches Technikmuseum: Ladestr. Möckernstr. 26, U1, 3, 7 Möckernbrücke, Shuttle-Route R1, R5 Hallesches Ufer, R4 Tempelhofer Ufer/Trebbiner Str, ab 18 Uhr

Charlottenburg: Polaroid und Selfie-Aktionen

Polaroid ist wieder angesagt. In der Museumsnacht kann man die künstlerischen Möglichkeiten der Sofortbildfotografie entdecken. Es finden aber auch Selfie-Aktionen an den Treppenhäusern des Amerika Hauses statt. Man kann in Fotobüchern zum Thema „Treppen und Treppenhäuser“ schmökern, vor der C/O Berlin gibt es einen Live-Act vom „Höchste Eisenbahn“-Sänger Francesco Wilking.

C/O Berlin: Hardenbergstr. 2, S3, 5, 7, 75, 9, U2, 9 Zoologischer Garten, Shuttle-Route R3 Jebensstraße, ab 18 Uhr

Tiergarten: Insektensnacks und Sommerkino ums Essen

Die Ausstellung „Food Revolution 5.0.“ verwandelt das Kunstgewerbemuseum in ein Laboratorium für die Zukunft des Essens. Auf dem Sommer-Food-Markt am Kulturforum können bis Mitternacht Insektensnacks sowie syrisches oder schwäbisches Streetfood verköstigt werden. Das Sommerkino zeigt dort Filme ums Essen. Eilige lernen das Museum in 15-minütigen Führungen kennen.

Kunstgewerbemuseum: Matthäikirchplatz, Bus M48, M85, N2 Kulturforum, Shuttle-Route R1, R5 Kulturforum, ab 18 Uhr

Wedding: Experimente und leuchtende Nachtfalter

Anfassen, ausprobieren, spielen und kreativ sein, das ist das Motto des Kindermuseums. In der langen Museumsnacht steht Farbe auf dem Programm. Bei schönem Wetter geht es in den Innenhof, wo Workshops, Lesungen und farbenfrohe Highlights zum Staunen und Experimentieren auf die jungen Besucher warten. In der Werkstatt werden Nachtfalter zu „leuchtenden Vielfaltern“.

Labyrinth Kindermuseum: Osloer Str. 12, U9, U8 Pankstraße, 17–23 Uhr

Prenzlauer Berg: Zeitreise in die Urlaube der DDR

In der Kulturbrauerei kann man sich dem Fernweh hingeben. „Sommer, Sonne, Reisezeit – ein Ausflug im Trabi mit dem Dachzelt“ heißt die Zeitreise in die Urlaube in der DDR, als an der Ostsee gezeltet, im Harz gewandert oder am Balaton gebadet wurde. Auf gemeinsame Reise wird in kurzen Führungen gegangen. Zudem: „Die 68er“ Fotos von Ludwig Binder und Jim Rakete.

Museum in der Kulturbrauerei: Knaackstr. 97 U2 Eberswalder Str. ab 18 Uhr

Dahlem: Kampfkünste der Kaiser-Diener

Vergangenes Jahr hat der Unternehmer Peter Janssen ein Museum für seine in über drei Jahrzehnten zusammengetragene Sammlung an Waffen und Ausrüstungen der Samurai eröffnet. Besucher können heute die Kampfkunst der einstigen Kaiser-Diener mit traditionellen Waffen live erleben. Kurzführungen geben Einblick in die historische Rüstungs- und Schwertschmiede.

Samurai Art Museum: Clayallee 225d, U3 Oskar-Helene-Heim, Shuttle-Route R6 Oskar-Helene-Heim, ab 18 Uhr

Friedrichshain: Mit berühmten Games-Helden posen

In der weltweit einzigartigen Dauerausstellung zur Kulturgeschichte von Games zeigt das Museum Höhepunkte der über 60-jährigen Entwicklung dieses neuen Mediums und lässt die Besucher Spiel-Meilensteine ausprobieren. In der Museumsnacht kann man vor der „Treppe der Stars“ neben Helden berühmter Games posieren.

Computerspielemuseum: Karl-Marx-Allee 93a, Friedrichshain, U5 Weberwiese, Shuttle-Linie R2 Weberwiese, ab 18 Uhr

Mitte: Kunst-Einblicke im Schnelldurchlauf

Das Alte Museum bietet Sammlungseinblicke bei 15-Minuten-Führungen für verschiedene Zielgruppen. Schnelle Bekanntschaften schließt man bei der Tour „Das Wichtigste in Kürze“, „Unerschrockene“ tauchen in die Welt der Sinne ein, Neugierigen werden Lieblingskunstwerke präsentiert, Spezialisten führt es in die Sonderausstellung „Fleisch“. Auch Führungen für Kids sowie in Englisch.

Altes Museum: Am Lustgarten, Mitte, Bus 100, 200, N2, Shuttle-Route R1, ab 18 Uhr

Schöneberg: Die Besucher werden zu Street-Art-Künstlern

Ob an Häuserwänden oder an U-Bahnhöfen, Urban Contemporary Art gehört zum Stadtbild. Seit vergangenem Jahr gibt es für die gesprühten und geklebten Kunstwerke ein eigenes Museum. Die renommierten Berliner Architekten von „Graft“ haben den Umbau des Altbaus in Schöneberg gestaltet. Heute kann man selbst zum Street-Art-Künstler werden. Bei einer interaktiven Kunstaktion kreiert man eigene Melodien und persönliche Kunstwerke, die man mit nach Hause nehmen kann. Es gibt auch Kurzführungen.

Urban Nation Museum for Urban Contemporary Art: Bülowstr. 7, Schöneberg, U1, 2, 3, 4 Nollendorfplatz, Shuttle-Route 3 U Nollendorfplatz, ab 18 Uhr

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