Kultur

Oprah Winfrey rührt alle

Keiner findet so kämpferische Worte wie Oprah Winfrey. „Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht“, sagt die US-Entertainerin, als sie den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk bekommt. „Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren.“ Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer „Me too“ sagen mus, rief Winfrey den Stars zu, die sie mit stehendem Applaus feierten.

„Diese Rede“, schwärmt die Schauspielerin Jessica Chastain auf Twitter, „ist alles“. Und Jon Favreau, der Redenschreiber des früheren US-Präsidenten Barack Obama, nennt die 63-Jährige eine „brillante und inspirierende“ Rednerin: „Sie richtet sich nicht an Promi-Amerika, sie richtet sich an Amerika.“

Nach Winfreys emotionalem Auftritt kommt es im Netz prompt zur Forderung, sie solle 2020 als Kandidatin im Präsidentschaftswahlkampf antreten. Auch Moderator Seth Meyers hat sie im Scherz dazu aufgefordert – und zuvor auch nicht mit Seitenhieben auf US-Präsident Donald Trump gegeizt.