Kultur

Dietmar Schwarz

"Der 14. Dezember 1978 war ein Tag, der schicksalhaft für Berlin werden sollte. Denn an diesem Tag trat Daniel Barenboim erstmals als Operndirigent in dieser Stadt auf, die nunmehr seit einem Vierteljahrhundert seine künstlerische Heimat geworden ist. Anlass war die Premiere der ,Hochzeit des Figaro' an der Deutschen Oper in der Inszenierung von Götz Friedrich. Auch wenn der Name Daniel Barenboim heute mit der Staatsoper Berlin verbunden ist, sind wir stolz darauf, dass seine Prägung als Operndirigent zu einem nicht geringen Teil hier bei uns an der Bismarckstraße stattgefunden hat: Hier dirigierte er bis Mitte der 80er-Jahre Kernwerke des Musiktheaters und leitete unter anderem die Neuproduktionen von ,Tristan und Isolde', ,Aida' und ,Fidelio'. Vielleicht waren diese Erfahrungen auch nicht ganz unschuldig an seinem Entschluss, 1992 nach Berlin zurückzukehren. Abgeschreckt haben wir ihn zumindest nicht. Und wenn er bei den Feierlichkeiten zu seinem Geburtstag an seine Anfänge in Berlin zurückdenken sollte: Die ,Figaro'-Produktion, ein Schmuckstück unseres Repertoires, steht im Dezember wieder auf dem Spielplan. Der Dirigent der Premiere ist natürlich herzlich willkommen! Herzlichen Glückwunsch, Maestro!"

Dietmar Schwarz ist Intendant der Deutschen Oper Berlin.

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