Kultur

Goethe-Institut und Rentenversicherung einigen sich

Das Goethe-Institut hält die Probleme mit seinen Honorarkräften in Deutschland für weitgehend gelöst. Im Sommer könnten die Sprachkurse im Inland fast wieder im Vollbetrieb laufen, kündigte Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann am Mittwoch in Berlin an. Die Rentenversicherung in Bayern hatte Anfang des Jahres Zweifel angemeldet, ob die Honorarlehrer wirklich freie Mitarbeiter sind. Lehmann sagte, sein Haus habe in Absprache mit der Zentrale der Deutschen Rentenversicherung inzwischen eine einvernehmliche Regelung für künftige Honorarverträge gefunden. Es werde noch stärker deutlich gemacht, dass freie Mitarbeiter nicht in den Betrieb eingebunden seien.

Die Prüfung früherer Verträge laufe derzeit noch, künftige Vereinbarungen seien davon aber nicht betroffen, so der Präsident. Zuständig für die rückblickende Prüfung ist die Rentenversicherung Bayern Süd, weil die Institutszentrale in München ist. Das weltweit tätige Kulturinstitut bietet im Inland an zwölf Standorten Sprachkurse an. Es sei auf Honorarkräfte angewiesen, weil die Teilnehmerzahlen im Sommer deutlich stiegen, sagte Lehmann. "Die Institute müssten sonst Insolvenz anmelden." Nach dem Einspruch der Rentenversicherung waren zunächst keine Neuverträge mehr abgeschlossen worden, ein Teil des Angebots stand auf der Kippe.

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