Kunstprojekt

Berlin Art Bang macht schräge Kunst in Kudamm-Nähe

In einem ehemaligen Bankgebäude wollen rund 100 Künstler auf 12.000 Quadratmetern Räume künstlerisch gestalten.

In einem ehemaligen Bankgebäude wollen 100 Künstler unter dem Namen "The Haus" ein Paralleluniversum schaffen

In einem ehemaligen Bankgebäude wollen 100 Künstler unter dem Namen "The Haus" ein Paralleluniversum schaffen

Foto: The Haus - Berlin Art Bang

Mehr als 100 lokale, nationale und internationale Künstler sämtlicher Stilrichtungen kommen zusammen, um einen Ort, an dem einst alltägliche Büroeinöde herrschte, in eine Kunstwelt mitten im Herzen Berlins zu verwandeln. Jedem Künstler und jeder Crew steht jeweils ein Raum zur Verfügung, der eine Metamorphose durch Künstlerhand erfahren wird. Das ist die Idee von "The Haus", das ab April 2017 an der Nürnberger Straße 68 in Schöneberg in dem Gebäude öffnen soll, das früher von der Berliner Volksbank genutzt wurde.

Hinter dem Projekt stehen "Die Dixons" alias Kimo, Bolle und Jörni, ein Team aus Kreativen, das den Künstlern auf rund 10.000 Quadratmetern eine Plattform bieten möchte. "Wir nutzen unser Know-how und unsere Kontakte für die Inszenierung der einmaligsten Galerie, die Berlin bisher gesehen hat", sagt von Rekowski, der am liebsten einfach nur Kimo von allen genannt werden möchte. So locker die Start-up-Mentalität des Initiators sein mag, so erfolgreich konnte er bereits Unterstützer überzeugen. Berlins Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer (Linke), hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Für die Unterbringung der Künstler, die an "The Haus" mitwirken, konnte das Hotel "Berlin, Berlin" am Lützowplatz gewonnen werden. Hotelmanager Jan-Patrick Krüger freut sich über die Kooperation. "Wir sind sehr glücklich darüber, den Künstlern aus aller Welt ein Zuhause in der Hauptstadt bieten zu können", sagt er.

Nach dem Kunsthaus kommt der Abriss des Gebäudes

Das artifizielle Paralleluniversum ist bis Juni für Besucher geöffnet, im August verschwindet "The Haus" dann für immer. Nach der Abrissparty verbleiben nur noch individuelle Kunstwerke, die die Künstler auf kleinen Leinwänden kreiert haben. Diese werden dann in der Galerie des "Home of The Haus", des Hotels "Berlin, Berlin", dauerhaft präsentiert. "Ziel ist, etwas zu erschaffen, das seine Betrachter so sehr flasht, dass sie jedem davon erzählen werden", sagt von Rekowski. Das Gebäude für "The Haus" wird vom Kölner Projektentwickler Pandion zur Verfügung gestellt. Nach dem Abriss entwickelt das Unternehmen dort ein Bauprojekt mit 75 Eigentumswohnungen und zwei Gewerbeeinheiten.

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