Kultur

„Angstmann“: Ein Frauenmörder im zerstörten Dresden

In Dresden geht in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges ein Frauenmörder um. Inspektor Max Heller soll den Fall klären, aber das ist mangels Mitarbeitern kaum möglich. Nach den verheerenden Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 hält man den Mörder für tot. Aber nach Kriegsende werden wieder tote Frauen gefunden, ermordet nach dem gleichen Modus Operandi. Max Heller macht sich erneut auf die Suche. Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit „Der Angstmann“ einen historischen Krimi der Extraklasse veröffentlicht. In klarer und eindringlicher Sprache schildert er die existenzielle Not der Menschen in der Endphase des Dritten Reiches. Geschickt hält der Autor dabei die Balance zum Kriminalfall, der nicht zum Nebenschauplatz verkommt, sondern gekonnt und spannend den gebührenden Raum erhält.