Kultur

Wagner-Prozess um Einfluss in Bayreuth geht heute zu Ende

Die Nachkommen von Wieland Wagner streiten sich weiter mit der Richard-Wagner-Stiftung und der Bayreuther Festspiele GmbH um Einfluss auf dem Grünen Hügel. Die Parteien hatten sich nicht gütlich einigen können, wie ein Anwalt der Kläger – der Kinder und einer Schwester von Wieland Wagner – sagte. Deshalb wird nun am heutigen Donnerstag das Landgericht Bayreuth eine Entscheidung verkünden.

In dem Streit geht es um den Mietvertrag des Festspielhauses – und um das Prozedere, wie die Festspielleitung bestimmt wird. Das gehört der Richard-Wagner-Stiftung. Im Stiftungsrat sitzt auch die Familie Wagner, aber Bund und Freistaat Bayern haben dort die Mehrheit. Die Stiftung hat das Haus bis zum Jahr 2040 an die Festspiele GmbH vermietet – zu deren Gesellschaftern wiederum Bund und Freistaat gehören. Aufgrund der ausgehandelten Details können Bund und Land daher nun fast allein über die Festspielleitung entscheiden. Das aber passt den Kindern Wieland Wagners nicht, sie haben deshalb Klage eingereicht.