Französische Filmwoche

Berlin präsentiert die Highlights des französischen Kinos

Eine Woche lang widmet sich Berlin der frankophonen Filmkunst. Zahlreiche bekannte Regisseure und Schauspieler werden erwartet.

Jerome Salle, Jan Costeau und Lambert Wilson bei der Eröffnung der Französischen Filmwoche

Jerome Salle, Jan Costeau und Lambert Wilson bei der Eröffnung der Französischen Filmwoche

Foto: Jörg Krauthöfer

Der Weg auf den roten Teppich wurde bei der Eröffnung der 16. Französischen Filmwoche am Mittwochabend von einem stetigen Piepen begleitet. Schuld daran waren die Sicherheitsdetektoren am Eingang des Kino International an der Karl-Marx-Allee, an denen es aufgrund der erhöhten Vorsichtsmaßnahmen auch für die prominenten Gäste kein Vorbei gab.

Vom 30. November bis zum 7. Dezember werden auch in diesem Jahr wieder Highlights des französischen und frankophonen Kinos in Berlin gezeigt und zahlreiche bekannte Regisseure und Schauspieler in der Stadt erwartet. Zum Auftakt wurde der biografische Film „Jacques – Entdecker der Ozeane“ über den französischen Meeresforscher und Dokumentarfilmer Jacques Cousteau gezeigt. Gekommen waren neben dem Regisseur Jérôme Salle und dem Hauptdarsteller Lambert Wilson auch der französische Botschafter Philippe Étienne und Schauspieler Dominik Raacke, der auf Untertitel hoffte: "Mit ein wenig Unterstützung reicht mein Französisch dann für einen Film im Original."

Filmkunst als Ausdrucksform der Demokratie

Cousteau und seine Filme seien für ihn eine Erinnerung aus der Kindheit, beinahe wie ein Großvater, den er nie hatte, so Lambert Wilson. Beim Spielen sei er so mit der Figur verschmolzen, dass selbst die Familie Cousteaus am Set verblüfft gewesen sei. Getroffen habe er den 1997 Verstorbenen aber nie. Ganz im Gegensatz zu Martina Gedeck. Sie habe für Cousteau einmal einen seiner Filme synchronisiert, erzählte die Schauspielerin. Sie habe ihn als sehr sympathischen, gewissenhaften und mit seiner Arbeit verbundenen Menschen erlebt.

"Die Filmkunst ist eine Ausdrucksform unserer Demokratie", so Philippe Étienne in seinem Grußwort. "Sie steht auch für unsere Lebensart und die Werte, die uns am Herzen liegen." Erstere, das Savoir Vivre der Franzosen, wurde im Anschluss an den Film mit Champagner und einem DJ-Set von Lars Eidinger gefeiert.