Kultur

Von der kleinen Kolonie zur Metropole

Erste Dauerausstellung zur Geschichte New Yorks

Das allererste je verkaufte Ticket für die New Yorker U-Bahn, ein kleines Stückchen Papier „gültig für eine Fahrt auf jeder Linie“. Eine handgeschriebene Gästeliste für das „Studio 54“, irgendwo im Gekritzel ist der Name Ringo Starr zu entziffern. Milton Glasers erster Entwurf für den inzwischen weltberühmten „I love New York“-Slogan, mit rotem Stift auf einen gefalteten weißen Papierumschlag gezeichnet. Drei von mehr als 400 Objekten, die die Geschichte New Yorks mitbestimmt haben – von der kleinen Kolonie Neu Amsterdam zur Millionenmetropole und Welthauptstadt.

Nach fünf Jahren Planung wird diese Geschichte der Stadt nun erstmals in einer Dauerausstellung gezeigt, auf rund 750 Quadratmetern im Museum of the City of New York direkt am Central Park in Manhattan. Zehn Millionen Dollar (etwa 9,4 Millionen Euro) habe das „mutige kuratorische Glücksspiel“ gekostet, schreibt die „New York Times“. Aber es sei letztendlich gelungen, eine „Metropolis, die ständig im Fluss ist“ zum zen­tralen Thema einer Ausstellung zu machen. Ein Drittel ist der Zukunft der Stadt gewidmet: Wie kann man hier angesichts steigender Mieten und Preise noch leben, arbeiten und seine Freizeit verbringen? Besucher können ihren Teil zur Lösung beitragen und sich beispielsweise am Entwurf eines Wolkenkratzers versuchen. „Es lässt einen in die Schuhe eines Stadtentwicklers wie Robert Moses steigen“, sagt Co-Kuratorin Sarah Henry.