Animationsfilm

Ein Meisterwerk für die ganze Familie: der Trickfilm „Kubo“

Neue und alte Tricktechnik, traut vereint: Das stand nicht nur dem Animations-Hit „Caroline“ gut an. Das gilt jetzt auch für „Kubo“.

Foto: © Universal Pictures Spain

Das Animationsstudio Laika entstand vor gut zehn Jahren, als Regisseur Will Vinton seine eigenen Stop-Motion-Studios verließ, um bei Disney einzusteigen. Für Vinton arbeitete damals auch der Animationsfilmer Travis Knight. Dessen Vater Phil, als Gründer von Nike einer der reichsten Menschen der Welt, übernahm kurzerhand Vintons Studio, benannte es in Laika um und übertrug die künstlerische Leitung seinem Sohn. Das entpuppte sich als Glücksfall.

Travis Knight wurde Chef-Animator von „Caroline“, einem der besten 3D-Filme überhaupt. Sein Regiedebüt „Kubo – Der tapfere Samurai“ handelt nun vom Sohn eines auf rätselhafte Weise ums Leben gekommenen Samurais. Als er eines Tages versehentlich einen blutrünstigen Geist beschwört, muss Kubo fliehen und sich auf die abenteuerliche Suche nach der Rüstung seines Vaters machen. Zur Seite stehen ihm eine Uakari-Affen-Dame, ein Samurai-Käfer und Zauberkräfte, die etwa einen Vogelschwarm in fliegende Origamis verwandeln können.

Die aus „Caroline“ vertraute Mischung aus Computeranimation und traditioneller Stop-Motion-Technik wurde hier weiter ausgebaut und um Einflüsse aus der japanischen Kunst erweitert. Es wimmelt nur so von originellen Ideen, die aber nie zum Selbstzweck verkommen, sondern ganz im Dienste der so komplexen wie humorvollen, vor allem aber spannenden Erzählung stehen. Entstanden ist nichts weniger als ein Meisterwerk für die ganze Familie, nicht nur für Vater und Sohn.