NS-Zeit

Jüdisches Museum Berlin gibt geraubtes Gemälde zurück

Das Jüdische Museum gibt eine Ölskizze aus dem Jahr 1899 zurück, die von de nNazis geraubt worden war.

Berlin: Blick auf die Fassade des Jüdischen Museums, das nach den Plänen von Daniel Libeskind in der Lindenstraße im Berliner Bezirk Kreuzberg erbaut wurde, Aufnahme vom 17.08.2004. Der zinkverkleidete Bau stellt in ungewöhnlicher Weise eine Beziehung zwischen Museumsinhalt und Architektur her. Die Ausstellung über 2000 Jahre deutsch-jüdischer Geschichte wurde am 09.09.2001 eröffnet. Das Museum, das sich der Erinnerung an jüdisches Leben widmet, ist nach Aussagen des Direktors Michael Blumenthal eine Institution für alle Deutschen, Juden und Nichtjuden.

Berlin: Blick auf die Fassade des Jüdischen Museums, das nach den Plänen von Daniel Libeskind in der Lindenstraße im Berliner Bezirk Kreuzberg erbaut wurde, Aufnahme vom 17.08.2004. Der zinkverkleidete Bau stellt in ungewöhnlicher Weise eine Beziehung zwischen Museumsinhalt und Architektur her. Die Ausstellung über 2000 Jahre deutsch-jüdischer Geschichte wurde am 09.09.2001 eröffnet. Das Museum, das sich der Erinnerung an jüdisches Leben widmet, ist nach Aussagen des Direktors Michael Blumenthal eine Institution für alle Deutschen, Juden und Nichtjuden.

Foto: dpa Picture-Alliance / Jens Kala / picture-alliance / ZB

Das Jüdische Museum Berlin gibt ein in der NS-Zeit geraubtes Werk an seine legitimen Eigentümer zurück. Anton von Werners Ölskizze „Das Gastmahl der Familie Mosse“ von 1899 werde den Erben von Felicia Lachmann-Mosse übergeben, teilte das Museum am Montag mit. Die Skizze war im Zusammenhang mit den Zwangsauktionen aus der Kunstsammlung des Verlegers Rudolf Mosse („Berliner Tageblatt“) 1934 „entzogen“ worden.

Schon zum Zeitpunkt des Ankaufs hatte das Museum Kontakt zum Sohn von Felicia Lachmann-Mosse, dem Historiker George L. Mosse, aufgenommen, um die Provenienz zu klären. Diese Anfragen blieben ergebnislos, ebenso wie die Recherchen in späteren Jahren, teilte das Museum weiter mit. Das entscheidende Dokument fand sich dann im Archiv der Kunstsammlungen Augsburg.

Die Skizze war eine Vorarbeit für ein Gemälde, das Rudolf Mosse für den Speisesaal seines Palais' am Leipziger Platz beim Maler Anton von Werner in Auftrag gegeben hatte. Das großformatige Gemälde wurde vermutlich im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Ölskizze ist in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin zunächst noch weiter zu sehen.