Oper Berlin

Manacorda wird nicht Musikchef der Komischen Oper

Das Orchester der Komischen Oper hat sich gegen den Vorschlag ihres Intendanten entschieden. Die Absage ist ein eindeutiges Zeichen.

Die Absage richtet sich gegen den Intendanten Barrie Kosky, der Antonello Manacorda vorgeschlagen hatte

Die Absage richtet sich gegen den Intendanten Barrie Kosky, der Antonello Manacorda vorgeschlagen hatte

Foto: Clemens Bilan / picture alliance / dpa

Es brodelt in der Berliner Kultur. Nicht nur an der Volksbühne und beim Staatsballett, sondern jetzt offensichtlich auch an der Komischen Oper. Das Orchester hat sich dort gegen Antonello Manacorda als neuen Generalmusikdirektor ausgesprochen. Das sagte die Sprecherin der Komischen Oper am Montag. Zu den Gründen wollte sie sich nicht äußern.

Aber die Absage richtet sich natürlich gegen den Intendanten Barrie Kosky, der den Künstlerischen Leiter der Kammerphilharmonie Potsdam vorgeschlagen hatte. Die Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor gehe weiter, hieß es. Wann das Verfahren abgeschlossen sein soll, sei offen. Kosky und das Orchester hatten je drei eigene Kandidaten vorgeschlagen. Manacorda hatte jüngst die umjubelte Premiere des „Barbiers von Sevilla“ an der Behrenstraße geleitet.

Die Komische Oper gab zugleich bekannt, dass der junge kanadische Dirigent Jordan de Souza mit Beginn der Spielzeit 2017/18 neuer Kapellmeister der Komischen Oper wird. De Souza soll in der kommenden Saison unter anderem eine Neuproduktion sowie ein Sinfoniekonzert übernehmen.

Der in Toronto geborene Dirigent hat unter anderem an der Canadian Opera Company in Toronto sowie beim Ottawa Symphony Orchestra dirigiert. Wenigstens hier herrscht Einklang: „Nicht nur ich“, so Barrie Kosky, „sondern vor allem auch das Orchester der Komischen Oper freut sich darüber, dass wir ihn als neuen Kapellmeister gewinnen konnten“.