Kultur

Charles Taylor erhält Berggruen-Preis

Zum ersten Mal ist der mit einer Million Dollar (etwa 893.000 Euro) hoch dotierte Berggruen-Preis für Philosophie vergeben worden. Der kanadische Philosoph Charles Taylor erhielt die nach dem deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen benannte Auszeichnung, wie das Berggruen-Institut in Los Angeles mitteilte. Der 1931 geborene Taylor sei einer der führenden Philo­sophen weltweit und habe Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die öffent­liche Debatte mitgeprägt. Taylor befasst sich vor allem mit die Moralphilosophie, der Frage nach der Identität von Individuen und Gemeinschaften und dem Konzept der multikulturellen Gesellschaft. Zu seinen Werken zählen Bücher wie „Quellen des Selbst“ (1996), „Negative Freiheit?“ (1992) und „Unbehagen an der Moderne“ (1995).

Der Berggruen-Preis soll künftig jedes Jahr an einen Denker vergeben werden, dessen Ideen für das Selbstverständnis und die Entwicklung der Menschheit von großer Bedeutung sind.