Monat der Fotografie

Startschuss für Europas größtes Fotofestival

Am 30. September beginnen die Eröffnungstage des „European Month of Photography“: Europäisch, inidividuell und zweidimensional.

Eine Besucherin betrachtet die Fotoinstallation "Don't Start With The Good Old Things But The Bad New Ones" der beiden Künstler Adam Broomberg und Oliver Chanarin im C/O Berlin im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie

Eine Besucherin betrachtet die Fotoinstallation "Don't Start With The Good Old Things But The Bad New Ones" der beiden Künstler Adam Broomberg und Oliver Chanarin im C/O Berlin im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie

Foto: Gregor Fischer / dpa

Europäischer will man werden, dabei aber auch individueller und, ganz klar, das Medium „Foto“ aus seiner naturgegebenen Zweidimensionalität herausholen. Man hat sich in diesem Jahr also einiges vorgenommen für den europäischen Monat der Fotografie, der jetzt, eben ganz international, als „European Month Of Photography“ (EMOP) daherkommt. Am Donnerstag wurden die Eröffnungstage des Berliner Ablegers von Europas größtem Fotofestival eröffnet.

In den vergangenen Jahren hat man den EMOP unter ein Motto gestellt. Darauf hat man in diesem Jahr, bei der zehnten Auflage des Festivals, verzichtet. Stattdessen hat man sich für einen gemeinsamen Startschuss entschieden: Die „Opening Days“, die von Donnerstag bis Sonntag stattfinden, versuchen das über die Stadt verteilte Fotofestival an einem Ort zu bündeln: Charlottenburg.

Im C/O Berlin im Amerikahaus und im Museum für Fotografie finden unter dem Motto „Filtering the Future“ (Die Zukunft filtern) Podiumsdiskussionen und Talkrunden statt. Dass jeden Tag weltweit mehr als zwei Milliarden Fotos geschossen werden, nimmt man als Anlass, um einmal über den Wert der Fotografie in der Gegenwart zu sprechen. Dazu haben Felix Hoffmann, der Hauptkurator bei C/O, und Stephan Erfurt aus dem C/O-Vorstand Kuratoren, Bildredakteure, Verleger und Künstler eingeladen.

Dass die C/O Berlin nicht nur als großer Kooperationspartner des Festivals auftritt, sondern die Eröffnungstage bei sich organisiert, zeigt, was aus der kleinen Privatinitiative aus dem Jahr 2000 geworden ist. Vor zwölf Jahren, beim ersten Festival, hat man noch nicht mal teilgenommen.

Nun zeigen Hoffmann und Erfurt gleich drei Ausstellungen bei sich im C/O und bilden damit den Mittelpunkt der Eröffnungstage. „Wir sind sehr glücklich, dass es hier bei uns klappt“, sagen die beiden bei der Eröffnung. Die „Opening Days“ werden nicht nur in Diskussionen ausgetragen, 36 Verlage stellen hier ihre neuen Fotobücher vor, Fotografen und Künstler ihre neuen Arbeiten.

Ab Sonnabend beginnt der EMOP dann offiziell. Ganze 130 Ausstellungen werden in Galerien, Museen, Fotoschulen und Institutionen zu sehen sein. Diese Bilderberge abzulaufen, das gleicht einem Marathon. Die drei Eröffnungstage sind da quasi Sprint.

„Opening Days“ des EMOP: 30.9.–2.10.,
C/O Berlin, Hardenbergstr. 22–24, & Museum für Fotografie, Jebensstr. 2. Kein Eintritt. Das volle Programm unter www.emop-berlin.eu