Kultur

Berliner Komponist Alan Bern erhält Weimar-Preis

Der Weimar-Preis 2016 geht an den in Berlin-Neukölln lebenden US-Amerikaner Alan Bern, Jahrgang 1955. Er erhalte die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes zum Tag der Deutschen Einheit im Nationaltheater, teilte die Stadt Weimar am Dienstag mit. Bern ist Musiker und Pädagoge sowie Gründer und künstlerischer Leiter des Yiddish Summer sowie der Other Music Academy (OMA). Mit dem Preis sollen die Verdienste des seit 1999 in Weimar lebenden Künstlers um die Förderung der Weltmusik, insbesondere der jiddischen Musik, gewürdigt werden. Berns künstlerische Arbeit leiste einen wesentlichen Beitrag zur Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt. „In seinem Wirken setzt er sich vorbildhaft für eine gerechte, friedliche und tolerante Gesellschaft ein“, hieß es. Alan Bern widme sich der Musik nicht nur als Komponist, Arrangeur, Pianist und Akkordeonist, sondern sei auch Dozent, Kulturaktivist und Philosoph. Im Gorki Theater war er zuletzt mit dem Semer-Ensemble zu erleben. 2009 erhielt er bereits beim Folk Festival Rudolstadt den deutschen Weltmusikpreis „Ruth“ für sein Lebenswerk.