Kultur

Ai Weiwei empört in Florenz mit 22 Schlauchboten

„Ai Weiwei. Libero“: Unter diesem Ausstellungstitel feiert Florenz in den kommenden vier Monaten den chinesischen Künstler in einem Renaissancepalast im Herzen der Stadt. Doch die Begegnung zwischen Florenz und Ai Weiwei verläuft nicht ganz reibungslos. Der Stil des 59-Jährigen erregt die Gemüter der Florentiner. Vor allem „Re- frame“ (deutsch etwa „neu rahmen“), eine In-stallation aus 22 orangefarbenen Schlauchbooten an der Fassade des Palazzo Strozzi, scheidet die Geister. Schlauchboote wie diese werden zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer genutzt. Die Installation ähnelt dem Projekt am Berliner Konzerthaus Anfang des Jahres. Damals hatte Ai Weiwei 14.000 Schwimmwesten an den Eingangssäulen befestigt – sein Diskussionsbeitrag zur Flüchtlingskrise.