Kultur

Rossini-Festival entdeckt junge Belcanto-Sänger

Berliner Mezzosopranistin Karina Repova ausgezeichnet

Über 20 Konzerte und Opern in gut zwei Wochen, mehr als 7000 Besucher: Das 28. Belcanto-Festival „Rossini in Wildbad“ hat nach Worten seines Intendanten Jochen Schönleber die Belastungsgrenze erreicht. „Mit sieben Großprojekten, darunter fünf Opern, erreichen wir die Grenzen, die knappes Personal, knapper Etat und die begrenzte Besucherkapazität uns setzen“, erklärte er vor der letzten Aufführung des diesjährigen Festivals am Sonntag. Mit Gioachino Rossinis selten gespielter Oper „Sigismondo“ endeten die Festspiele.

Zum Schluss der 28. Ausgabe wurde der „International BelCanto prize 2016“ vergeben. Erste Preise gingen an César Arrieta, Karina Repova und Serena Sáenz Molinero – sie erhalten 1000 Euro und ein Rollenangebot für ein kommendes Festival. Ein Zweiter Preis ging an den jungen Bassisten Federico Benetti. Den begehrten Publikumspreis erhielt der Bariton Antonio Pellegrino.

Die Mezzosopranistin Karina Repova studiert derzeit Gesang und Musiktheater an der Universität der Künste Berlin und hat bereits mehrere internationale Preise gewonnen. In Bad Wildbad überzeugte sie als „Isolier“ in Rossinis Oper „Le Comte Ory“. Sopranistin Serena Sáenz Molinero studiert Gesang am „Liceu Konservatorium Barcelona“ und lässt sich als Schauspielerin und Tänzerin ausbilden. Der Tenor César Arrieta wurde 1990 in Venezuela geboren. Nach seiner Ausbildung in Caracas, London und Madrid gastierte er bereits auf über 30 europäischen Bühnen. Zu den traditionellen Spielstätten – dem historischen Kurtheater, der Trinkhalle und dem König-Karls-Bad – kam dieses Jahr mit dem hölzernen Turm des Baumwipfelpfades ein besonders origineller „Konzertsaal“ hinzu. Beim Eröffnungskonzert dirigierte Festivalleiter Antonino Fogliani dort Werke von Rossini, Mendelssohn und Mozart.