Kultur

ZDF-Therapeutin gibt Nachhilfe in Sachen Liebe

Aufklären will die Sexologin, Paartherapeutin und Bestsellerautorin Ann-Marlene Henning. Für die neue Staffel ihrer Doku-Reihe „Make Love“ im ZDF besucht sie dazu die 9. Klasse einer Leipziger Gesamtschule. Was die Schüler sagen, klingt dann teilweise bereits sehr aufgeklärt, fast schon abgeklärt. „Wir sollten auch über Homosexualität und Transsexualität reden, weil manche sich dafür schämen. Manche Jungs verachten andere, wenn sie sich als homosexuell outen. Warum ist das so?“, fragt eine Schülerin. Eine andere bemängelt Wissenslücken. Da schafft Henning Abhilfe – mit Attrappen zur Anschauung. Tabus darf man nicht erwarten. Schließlich will die Dänin das Liebesleben der Zuschauer verbessern, mit Missverständnissen aufräumen und Wissenslücken schließen.

„Offen und mutig“ sei das ZDF, weil es ihr die Plattform gibt. 2013 startete „Make Love“ in den dritten Programmen, seit vorigem Jahr läuft es im Zweiten. Mutig? Vielleicht. Andererseits ist die Fortsetzung nur folgerichtig. Die Reihe hatte gute Quoten von über zwei Millionen Zuschauern und zog vor allem das begehrte jüngere Publikum an. Die große Aufregung blieb aus, die Reaktionen blieben entspannt, die Kritiken waren anerkennend.

Henning berät pro Folge jeweils ein Paar, das mit seinem Intimleben unzufrieden ist – in einer Ausgabe, die sich um störende Routine im Beziehungsalltag dreht, ist es das homosexuelle Ehepaar Sebastian und Marcel. Erstmals im deutschen Fernsehen zeigt ein männliches Modellpaar, wie es sich miteinander vergnügt. Die heutige Auftaktfolge dreht sich um Sexualität bei Teenagern. Am 13. Juli geht es um Orgasmusprobleme bei Frauen, am 19. Juli widmet sich Henning der Frage, warum manche Männer und Frauen keine Lust auf Sex haben. Zum Abschluss am 20. Juli geht es um Langeweile im Bett und was man dagegen unternehmen kann.

„Make Love“, vier neue Folgen.
Erste Folge heute im ZDF, 22.45 Uhr.