Südafrikanischer Künstler

Berliner Festival Foreign Affairs mit William Kentridge

Das Festival „Foreign Affairs“ verwischt die Grenzen zwischen Film, Musik, Theater und Tanz. Stargast ist ein Künstler aus Südafrika.

Der südafrikanische Künstler William Kentridge  ist dieses Jahr Stargast beim Festival „Foreign Affairs“

Der südafrikanische Künstler William Kentridge ist dieses Jahr Stargast beim Festival „Foreign Affairs“

Foto: Britta Pedersen / dpa

Uncertainty“, Unsicherheit - unter diesem Motto stellt das Berliner Festival Foreign Affairs (5.-17. Juli) dieses Jahr den südafrikanischen Starkünstler William Kentridge in den Mittelpunkt. Der 61-Jährige, bekannt geworden durch seine bewegten Kohlezeichnungen, führt bei dem Festival seine berühmten „Drawing Lessons“ (Malstunden) in einem zweitägigen Marathon selbst auf (8./9. Juli).

Als weitere Vertreter der zeitgenössischen performativen Künste sind etwa das Musiktheater NTGent, das Nature Theater of Oklahoma und Pulp-Frontmann Jarvis Cocker geladen. Für das Festival arbeitet das Haus der Berliner Festspiele mit dem Martin-Gropius-Bau zusammen, der noch bis 31. August eine große Kentridge-Ausstellung zeigt.

„Das Gefühl der Unsicherheit ist in Südafrika sehr groß, und es wird nicht weniger“, sagte Kentridge am Montag vor Journalisten. In seiner Arbeit bedeute Unsicherheit, freie Assoziationen zuzulassen und nicht immer gleich zu bewerten, was daraus werde.

Eröffnet wird das Festival am Dienstag zeitgleich in beiden Häusern mit insgesamt sechs Aufführungen. Neben dem Cine-Concert „Paper Moon“ von Kentridge und Philip Miller startet etwa das Nature Theater of Oklahoma ein neues Filmprojekt. Unter dem Titel „Germany Year 2071“ können sich Zuschauer in Schlafanzügen an dem Science-Fiction-Film beteiligen.

Jeden Abend beginnt im Haus der Berliner Festspiele nach der Dämmerung zudem eine Nachtausstellung. Im Keller, im Lastenaufzug, in der Kassenhalle setzen sich neben Kentridge die Künstler Mary Reid Kelley, Dries Verhoeven und Nelisiwe Xaba mit dem Thema Unsicherheit auseinander.

Festspiele-Direktor Thomas Oberender kündigte an, die fünfte Ausgabe des Festivals werde zugleich die letzte sein. Im kommenden Jahr wolle man ein neues Format entwickeln.