Sommerfestivals

Zum Feiern ins Grüne

Sommerzeit – Festivalzeit. Kleine, feine Veranstaltungen ohne Bildleinwände und lange Schlangen. Wir stellen drei lohnende Ziele im Umland vor.

Die Vorteile des Sommers: Musik und Menschen im Freien

Die Vorteile des Sommers: Musik und Menschen im Freien

Foto: Felix Kästle / dpa

Wenn in der Stadt die große Pause einsetzt, zieht es die Kultur- und Feiermenschen ins Grüne. Da gibt es jedes Jahr mehr spannende Festivals. Und alle sind von Berlin aus bei einem entspannten Ausflug zu erreichen. Wir stellen drei Ziele für den Sommer vor. Gute Reise!

Feel Festival – für eine Überraschung gut

Im letzten Jahr ist das Feel Festival seiner ehemaligen Location am Kiekebusch See vor den Toren Berlins entwachsen und hat am Bergheider See in der Niederlausitzer Heidelandschaft ein neues Zuhause gefunden. 2016 findet es zum vierten Mal statt. Und weil das Gelände mit 85 Hektar eine große Spielwiese darstellt, sorgen die Veranstalter für neue Überraschungen.

In diesem Jahr tappen die Besucher völlig im Dunkeln. Alle Künstler und Programmpunkte bleiben bis zum Festivaltermin – 7. bis 11. Juli – geheim. Erst wer das Gelände betreten hat und das Programmheft in Händen hält, weiß Bescheid. Für Feel-Freunde scheint das kein Problem zu sein, denn die Early Bird Tickets sind bereits ausverkauft.

Ein Highlight wurde allerdings verraten: Es gibt eine Westernstadt, die mit einem waschechten Saloon und vielen weiteren Attraktionen alle Westernträume erfüllen soll. Auch die Berliner Clubs Ritter Butzke, Gretchen und Prince Charles residieren auf dem Gelände. Mit diesen vier neuen Schauplätzen bietet das Festival insgesamt 16 Bühnen, inklusive Theater, Zirkus und Kino.

Die Musik bewegt sich wieder zwischen Indie, Alternative, Elektro, House, Hip Hop, Drum ‘n’ Bass, Grime und Jungle Beats. Ein Festival-Shuttle „Bassliner“ fährt ab Berlin, Hamburg, Leipzig und Dresden.

Wann: 7. bis 11. Juli

Wo: Bergheider See in der Niederlausitzer Heidelandschaft

Wie viel: 89 Euro

Sacred Ground Festival – auf heiligem Boden

Frank Wiedemann, Chef des Labels Innervisions, und der Singer-Songwriter Ry X sind Kenner und Könner auf dem Gebiet der elektronischen Musik. 2015 haben sie ein neues Festival ins Leben gerufen, um handverlesene Künstler in familiärem Umfeld mit ihrem Publikum zusammenzuführen.

Der Fokus beim Sacred Ground Festival liegt auf dem musikalischen Gemeinschaftsgefühl in der Natur, fernab von Alltagshektik und lauten Großstadtstraßen. Für einen Tag und eine Nacht wurde im letzten Jahr auf dem Gelände eines 100jährigen Bauernhofes in dem kleinen Ort Trampe, unweit der Stadt Brüssow in der brandenburgischen Uckermark, gefeiert.

2016 wird das Festival auf ein ganzes Wochenende ausgeweitet: von 29. bis 31. Juli. Die Location bleibt dieselbe und auch das Line-Up widmet sich erneut vor allem der elektronischen Seele. Internationale Künstler wie Mathew Johnson Live, Alice Phoebe Lou, Bea1991, Ryan Vail und Josin wurden eingeladen. Auch die beiden Kuratoren stehen selbst mit ihrem gemeinsamen Projekt Howling auf der Bühne.

Neu ist eine Indoor Location und ein Shuttleservice vom nächstgelegenen Bahnhof in Prenzlau. Um die intime Atmosphäre zu wahren, sind die Tickets wieder stark limitiert.

Wann: 29. bis 31. Juli

Wo: Trampe in der Uckermark

Wie viel: 69,90 Euro

Artlake Festival – Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Auch das Artlake Festival fand im letzten Jahr zum ersten Mal statt. 2016 zieht es dem Feel Festival nach: vom Kiekebusch See an den Bergheider See. Dort macht das Festival von 19. bis 21. August seinem Namen mit einem aufwendigen Kulturprogramm alle Ehre.

Künstlerisch-experimentelle Darbietungen, Installationen, Street Art und spielerische Interaktionen füllen das Gelände. Workshops laden zum Ausleben der eigenen Kreativität ein. Unter anderem können sich die Besucher im Siebdruck oder Skizzieren üben, Acroyoga ausprobieren oder einer Telefonbuchlesung lauschen.

Das Line-Up beinhaltet viel elektronische Musik, unter anderem von Parra for Cuva, Leyya, Oliver Koletzki, Yetti Meissner und Niconé. Auch Kreationen wie Märchentechno von Babetta und Art-Pop von Giant Rooks findet sich darunter. Es gibt Pop-Rock von Qveen Elizabeth, Indie-Pop von Nosoyo, deutschen Hip Hop von Nisse und den Singer-Songwriter Frère.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und uns hilft, zu leben.“ Dieses Hesse-Zitat schreibt sich das Festival auf die Fahnen.

Wann: 19. bis 21. August

Wo: Bergheider See in der Niederlausitzer Heidelandschaft

Wie viel: 59 Euro bzw. 79 Euro