Konzert in Berlin

Coldplay im Olympiastadion: Schlechter Sound, beste Stimmung

Coldplay ist am Mittwoch im Berliner Olympiastadion aufgetreten. Die Fans feierten die Band - nur beim Ton gab es Probleme.

Coldplay im Berliner Olympiastadion

Coldplay im Berliner Olympiastadion

Mit herrlich dezentem Outfit betreten sie die Bühne, während über ihnen Raketen in den Himmel fliegen und Konfetti durch die Luft weht. Das Publikum ist wie in Trance, niemanden hält es auf den Sitzen. Coldplay gibt wieder Alles: Reichlich Hits, Lichter und Fahnen.

Es ist ihre erste Welttour seit der "Mylo Xyloto"-Tour 2012, die von mehr als drei Millionen Fans auf fünf Kontinenten besucht wurde. Die rund 70.000 Plätze im Olympiastadion sind gut gefüllt. Der furchtbar blechern klingende Sound scheint niemanden zu stören, das Publikum feiert.

Während die Lichterbänder an den Armen der Zuhörer leuchten, legt Chris Martin die deutsche Flagge über sein Mikro und singt einen seiner großen Hits, Yellow. Wenig später wird die Deutschlandfahne durch die türkische ersetzt. Der Coldplay-Sänger erzählt. Was genau, kann nur geraten werden, der Hall des Mikrofons zerstört jede Deutlichkeit.

Doch das ist an diesem Abend scheinbar egal. Lichter blinken bunt, Menschen freuen sich.

Es scheint fast ironisch, als Martin seine Bandmitglieder vorstellt. Haben die Vier doch 80 Millionen Tonträger verkauft und wurden mit zahlreiche Echos und Grammies ausgezeichnet. Es wirkt so herrlich bodenständig.

Und so geht der Abend weiter. Der Sound nicht perfekt, aber die Stimmung grandios. Berlin feiert Coldplay. Es ist ein Ausnahmeabend, gekrönt von Luftballons und Konfetti.