Kultur

Minimal-Art-Vater Carl Andre groß in Berlin zu sehen

Der amerikanische Künstler Carl Andre, ein Vorreiter des Minimalismus, wird in Berlin in einer raumgreifenden Ausstellung vorgestellt. Unter dem Titel „Sculpture as Place“ (Skulptur als Ort) zeigt das Museum Hamburger Bahnhof seit dem gestrigen Donnnerstag mehr als 300 Werke aus allen Schaffensperioden des 80-jährigen Bildhauers – von den bekannten großen Bodenarbeiten über Fotografien und Gedichte bis zu den selten gezeigten „Dada Forgeries“ (Dada Fälschungen). Nach Angaben von Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann ist es die bisher größte Einzelschau des Künstlers. Insgesamt wurden 7500 Quadratmeter Fläche freigeräumt. „Das, was Carl Andre berühmt gemacht hat, sind die Skulpturen, die letztlich Platten sind, die auf dem Boden liegen, als seien sie eine natürliche Fortsetzung von Bürgersteig, von Boden überhaupt. Und es ist wunderbar zu beobachten, auch heute noch, wie das Publikum reagiert“, sagte Udo Kittelmann „Deutschlandradio Kultur“. Es frage sich: „Darf man draufgehen, weil keine Umzäunung da ist?“ Carl Andre wird in den USA nicht ausgestellt, nachdem er des Mordes an seiner Frau verdächtigt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.