Kultur

Jenny Erpenbeck erhält gut dotierten Literaturpreis

Die Berliner Schriftstellerin Jenny Erpenbeck (49) erhält den mit 25.000 Euro dotierten Thomas-Mann-Preis. „Seit ihrem von der Literaturkritik gefeierten Debüt, der „Geschichte vom alten Kind“ (1999), hat Jenny Erpenbeck zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Dramen publiziert, die sich der prekären politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch den brennenden Fragen unserer Gegenwart stellen“, teilte die Hansestadt Lübeck mit. Lübeck und die Bayerische Akademie der Schönen Künste München verleihen gemeinsam den Preis jährlich wechselnd in München und Lübeck. „In Romanen wie „Heimsuchung“ (2008), „Aller Tage Abend“ (2012) und zuletzt „Gehen, ging, gegangen“ (2015) erzählt sie von Tätern, Opfern und Mitläufern in Umbruchs- und Migrationszeiten wie der heutigen – und das in einer unverkennbar eigenwilligen, ebenso mitreißenden wie reflektierten sprachlichen Form“, wurde Erpenbecks Werk gewürdigt. In „Gehen, ging, gegangen“ geht es um junge Flüchtlinge aus Afrika, die nach Berlin gekommen und dort erst einmal zum Nichtstun verurteilt sind. Die aus Ost-Berlin stammende Autorin ist gelernte Buchbinderin. Die Preisverleihung findet am 17. September statt.