Kultur

Leichnam von Prince wurde bereits eingeäschert

Spekulationen über unveröffentlichte Aufnahmen

Zwei Tage nach dem Tod von Prince haben Familienangehörige, Freunde und Kollegen mit einer „wunderschönen Feier“ von dem Popstar Abschied genommen. Dies teilte die Sprecherin des am Donnerstag gestorbenen Musikers, Anna Meacham mit. Die Zeremonie habe im kleinen Kreis stattgefunden. Der Leichnam des Musikers sei eingeäschert worden. Der Aufbewahrungsort würde geheim bleiben, sagte die Sprecherin. Zu einem späteren Zeitpunkt sollten Pläne für eine „musikalische Feier“ bekannt gegeben werden. Die Todesursache sei weiterhin unbekannt, teilte Meacham mit. Frühestens in vier Wochen sei mit dem Obduktionsergebnis zu rechnen.

Prince war am Donnerstag von Mitarbeitern leblos in einem Aufzug in seinen Paisley Park Studios im US-Bundesstaat Minnesota gefunden worden. Der Polizei zufolge wies die Leiche des Sängers keine Spuren von einer Verletzung auf. Die Ermittler gehen auch nicht von einem Selbstmord aus. Ob Prince Medikamente eingenommen hatte, ließen die Ermittler offen. Die Gerichtsmediziner würden alle wichtigen Informationen über die „medizinische und soziale Lebensgeschichte“ des Musikers sammeln. Darunter fallen auch Drogengenuss und möglicher Medikamentenmissbrauch. Es soll mindestens vier Wochen dauern, bis das Ergebnis der Obduktion vorliegt.

Mit Hits wie „Purple Rain“, „Kiss“ oder „Sign o’ the Times“ hat Prince ein Millionenvermögen angesammelt. Die Webseite „Celebrity Net Worth“ geht von 300 Millionen Dollar aus. Ob der Musiker ein Testament hinterlassen hat, war zunächst nicht bekannt. Der zweifach geschiedene Sänger hatte keine Kinder. Seine Eltern sind tot, er hat eine jüngere Schwester, Tyka Nelson, und mehrere Halbgeschwister. Falls es kein Testament gibt, geht das Erbe an die nächsten Familienangehörigen.

Seit Jahren wird in der Musikszene über unveröffentlichte Aufnahmen spekuliert, die Prince in einem Tresorraum gelagert haben soll. Möglicherweise hinterlässt der Star Material, mit denen die Erben ein Geschäft machen könnten. „Es gibt Lieder in dem Tresor, die noch nie jemand gehört hat“, zitiert das Musikmagazin „Rolling Stone“ den Sänger aus einem unveröffentlichten Interview mit Prince aus dem Jahr 2014. Demnach spricht Prince davon, dass er „jede Menge Zeug“ gehortet habe.