Kultur

Berliner Regisseur Carlo Rola mit 57 Jahren gestorben

Er war lange Jahre der Stammregisseur von Iris Berben, Quotengarant im Fernsehen mit Produktionen wie „Die Patriarchin“ und „Afrika, mon amour“ sowie Miterfinder der Krimireihe „Rosa Roth“. Jetzt ist der gebürtige Franke Carlo Rola am Montag in Berlin im Alter von nur 57 Jahren an einem plötzlichen Herztod gestorben, wie seine Frau, die Schauspielerin Dennenesch Zoudé, am Dienstag mitteilte. Rola, der zunächst in Frankfurt am Main Rechtswissenschaften studiert hatte, verdiente sich sein erstes Geld als Stuntman auf der Bühne. Ab 1981 arbeitete er als Regieassistent von Theatergrößen wie Peter Stein, Hans Neuenfels und Ruth Berghaus, bis er 1983 sein Regiedebüt mit „Endstation Sehnsucht“ gab. Erste Fernseherfahrungen machte er mit den Wissensserien „Löwenzahn“ und „Mission Terra“, dann wechselte er zum Spielfilm. Schon in seinem Debüt „Im Himmel hört dich keiner weinen“ 1985 spielte Iris Berben die Hauptrolle.

Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Mit Berbens Sohn Oliver gründete er die Produktionsfirma Moovie und produzierte eine ganze Reihe von Filmen mit und für Iris Berben. Eine starke künstlerische Bindung, bis Rola und seine Frau vor fünf Jahren der Schleichwerbung im Fernsehen bezichtigt wurden, Rola schied danach aus der Firma aus und drehte anderweitig. Sein letzter Film „Katie Fforde – Warum hab’ ich ja gesagt?“ ist erst am 24. Januar im ZDF ausgestrahlt worden.

Darüber hinaus war Rola auch als Dozent tätig, 1994 lehrte er an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf Werbefilm, 1991 und 2001 Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Für Dennenesch Zoudé ist dies der zweite tragische Todesfall in kurzer Zeit: Erst am 7. Februar ist Roger Willemsen, mit dem sie vier Jahre zusammen war, im Alter von 60 Jahren gestorben.