Kultur

Gianfranco Rosi sagt der Morgenpost-Jury Danke

Bevor er am Abend sein Gold abholte, konnte Gianfranco Rosi schon am Mittag groß absahnen. Am Morgen ist der Regisseur von „Fuocoammare“ erst aus Italien eingeflogen und kam gerade noch rechtzeitig zur Preisverleihung der Unabhängigen Jurys im „Hyatt Hotel“ – direkt vom Flughafen. Noch in Mantel und Schal nahm er den Leserpreis der Berliner Morgenpost entgegen. Und bekam gleich noch zwei weitere Preise, den Amnesty International Award und den Preis der Ökumenischen Jury. Aber über den Leserpreis – der älteste Publikumspreis der Berlinale, der seit 1974 verliehen wird – freute er sich ganz besonders: weil hier eben keine Fachjury entscheidet, sondern normale Kinozuschauer, die am Ende auch die Filmtickets zahlen. „Dieser Preis zeigt mir“, sagte Rosi, „dass der Film auch beim Publikum ankommen wird.“ Spontan posierte er dann auch noch mit den zwölf Geschworenen vor den Fotografen.