Worauf wir uns

Die Dänen, von denen man noch lernen kann

Die Dänen haben uns was voraus. Wenn im deutschen Film das Bild wackelt, nennen wir das Berliner Schule, und alle laufen weg. Die Dänen haben dagegen erst mal ein Dogma geschrieben, ließen dann die Bilder wackeln und kamen damit auf allen Festivals groß raus. Und jetzt müssen wir uns auch im Fernsehen nicht nur den Vergleich mit amerikanischen Serien anhören, die natürlich immer besser sind, nein, auch da werden immer öfter die Dänen mit ihren ambitionierten Projekten angeführt.

Heute hat im Wettbewerb „Kollektivet“ Premiere. Der neue Film von Thomas Vinterberg, der, man mag sich erinnern, mit „Das Fest“ den ersten Film der Dogma-Welle gedreht hat, dem Ganzen aber inzwischen abgeschworen hat. In seinem jüngsten Film geht es ums Kommunenleben. Das kennen wir aus dem Kommune-Eins-Film „Das wilde Leben“ mit Matthias Schweighöfer als Rainer Langhans. Vinterberg hat damit seine eigene Kindheit aufgearbeitet, er lebte mit seinen Eltern dort. Wird also ein sehr persönlicher Film. Er schickt dabei Tryne Dyrholm und Ulrich Thomsen in die Kommune, die wir inzwischen fast besser kennen als unsere eigenen Stars. Die haben es einfach raus, die Dänen. Beneidenswert.