Kultur

Bühnenautoren prägen Shortlist für Buchmessepreis

Gleich drei Bühnenautoren gehen mit ihren Romanen ins Rennen um den Preis der Leipziger Buchmesse. Die Jury nominierte in der Kategorie Belletristik den als Comedian bekannten Heinz Strunk („Der goldene Handschuh“) und die beiden Theaterautoren Nis-Momme Stockmann („Der Fuchs“) und ­Roland Schimmelpfennig („An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“). Zudem steht mit „Frohburg“ von Guntram Vesper ein monumentaler Deutschland-Roman auf der am Donnerstag veröffentlichten Shortlist. Als einzige Frau wurde Marion Poschmann mit dem ­Gedichtband „Geliehene Landschaften“ nominiert.

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden am 17. März, dem ersten Tag der Leipziger Buchmesse, gekürt. Die Verlage hatten mehr als 400 Bewerbungen eingereicht.

Die Jury habe diesmal etwas Detektivarbeit leisten müssen, sagte die Vorsitzende Kristina Maidt-Zinke. „Auf den ersten Blick erschien uns die Auswahl in der Belletristik etwas enttäuschend. Die Einreichungen der Verlage decken sich nicht immer mit dem, was wir für preiswürdig erachten.“ Die Kritiker hätten deswegen mit Nachnominierungen gearbeitet und so am Ende doch noch spannende Entdeckungen gemacht.