Kultur

190.000 Besucher sahen die Botticelli-Schau

Die am Sonntag zu Ende gegangene Sonderausstellung „The Botticelli Renaissance“ in der Berliner Gemäldegalerie hat rund 190.000 Besucher angezogen. In den vergangenen vier Monaten wurden dort mehr als 50 Originale des italienischen Frührenaissance-Malers Sandro Botticelli (1445–1510) präsentiert und in Beziehung gesetzt zu dessen aktuellen Interpretationen in Musik, Mode und Gegenwartskunst. Zitat, Adaption, Reproduktion: manchmal ist Botticelli als Urheber gar nicht mehr zu erkennen. Der Saal „Botticelli universal“ führte dialogisch vor, dass es kaum einen Künstler gibt, der sich nicht mit den Florentiner Ladys in irgendeiner Weise auseinandergesetzt hat. Dabei wurde rückwärts ausgestellt: von 2015 abwärts bis 1445, dem Geburtsjahr des Künstlers. Zu sehen waren auch Werke präraffaelitischer Maler, Leihgaben aus den Beständen des Londoner Victoria and Albert Museum. An dem Bildungsprogramm zur Ausstellung nahmen nach Angaben der Staatlichen Museen 25.000 Besucher in knapp 1400 Sonderveranstaltungen teil.

Die Ausstellung wird unter dem Titel „Botticelli Reimagined“ ab 5. März im Victoria and Albert Museum gezeigt. In der Gemäldegalerie soll ab 1. Juli die Sonderausstellung „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“ mit über 100 Meisterwerken von Velázquez, El Greco und anderen spanischen Barockmalern präsentiert werden.