Kinderreporter

„Bibi & Tina“: Was Kinder von den Stars wissen wollten

Zum Kinostart von „Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs“ befragten 250 junge Reporter der Berliner Morgenpost die Schauspieler.

BIn der Kulturbrauerei befragten 250 Kinderreporter Regisseur Detlev Buck und die Hauptdarsteller. Chefredakteur Carsten Erdmann moderierte

BIn der Kulturbrauerei befragten 250 Kinderreporter Regisseur Detlev Buck und die Hauptdarsteller. Chefredakteur Carsten Erdmann moderierte

Foto: Reto Klar

Wenn Mädchen gegen Jungs antreten, geht es rund. Der Film „Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs“ hatte jetzt in Berlin Premiere. 250 Kinderreporter der Berliner Morgenpost hatten vorab die Chance, Teil 3 zu sehen und die beiden Hauptdarstellerinen Lina Larissa Strahl (Bibi) und Lisa-Marie Koroll (Tina) sowie Regisseur Detlev Buck zu befragen.

Bei der von Chefredakteur Carsten Erdmann moderierten Kinderpressekonferenz legten Mädchen und Jungen einen starken Auftritt hin. Was die Fans wissen wollten und was die Stars sagten, dokumentieren wir hier:

Yara, 9: Konntet Ihr schon vor den „Bibi & Tina“-Filmen reiten?

Lina Larissa, 18: Ein bisschen. Ich mochte Pferde ja auch als kleines Mädchen schon. Aber Lisa ist in der Hinsicht der Profi von uns beiden, sie hatte ja sogar ein eigenes Pferd. Aber so langsam, jetzt im dritten Teil, geht es auch bei mir mit dem Reiten. Die Pferde sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Charlotte, 9: Wie seid Ihr zu Euren Rollen gekommen?

Lina Larissa: Das war Zufall. Ich habe spaßeshalber bei einem Kika-Gesangswettbewerb mitgemacht und wurde dann für das Casting von Bibi und Tina angefragt. Ich habe nichts extra dafür gemacht, die Rolle zu bekommen.

Lisa-Marie, 18: Bei mir passierte es auch zufällig. Ich schauspiele ja schon, seit ich sieben Jahre alt war. Jedenfalls kamen zwei Frauen in den Unterricht und haben mich dann gefragt.

Laura: Wie habt Ihr reagiert, als Ihr die Rollen bekommen habt?

Lisa-Marie: Erst haben wir es gar nicht so richtig verstanden, als Detlev Buck uns das gesagt hat. Aber dann haben wir uns ganz doll gefreut.

Denise, 9: Und was haben Eure Familien gesagt?

Lisa-Marie: Zunächst konnten wir es alle nicht fassen, aber meine Familie hat sich riesig gefreut.

Lina Larissa: Meine Familie war und ist total stolz. Die Rolle ist immer noch Gesprächsthema Nummer 1 bei Familientreffen wie zu Weihnachten oder Geburtstagen.

Johanna, 10: Wart Ihr beiden eigentlich schon vor den Dreharbeiten befreundet?

Lisa-Marie: Nein. Aber wir haben uns während des Castings kennengelernt und uns sofort gut verstanden.

Alice, 9: Seid Ihr beiden jetzt auch in echt beste Freunde?

Lina Larissa: Wir sind sehr zusammengewachsen. Wir kennen uns jetzt drei Jahre, haben drei Sommer zusammen verbracht. Wir waren 15 Jahre alt, als wir angefangen haben und sind jetzt 18. Da wächst man einander ans Herz.

Dunja, 9: Habt Ihr beiden im echten Leben einen Freund?

Lisa-Marie: Nein. Dafür fehlt einfach die Zeit.

Anastasia, 10: Wollt Ihr später Schauspielerinnen werden?

Lisa-Marie: Es würde mich wirklich freuen, später weiter zu schauspielern. Ich versteife mich aber nicht darauf. Erstmal möchte ich schauen, was die Zukunft bringt.

Und wie ist es bei Dir, Lina Larissa: Was macht Dir mehr Spaß, die Schauspielerei oder das Singen?

Lina Larissa: Also während eines Drehs gibt es für mich nur das, und wenn ich im Tonstudio bin, dann dreht sich alles nur noch ums Singen. Es macht mir beides Spaß, und ich würde das gerne weiter verfolgen. Jetzt mache ich aber erst einmal Abitur.

Charlotte, 9: Habt Ihr schon als Kinder geschauspielert?

Lina Larissa: Ich habe früher immer mit meinen Freundinnen gespielt, dass wir in der Wildnis sind, dazu haben wir uns ein Haus im Hochbett gebaut. Später in der Schule war ich außerdem in der Theater-AG. Und Hannah Montana fand ich damals auch immer super. Das jetzt als Job nebenbei machen zu können, ist schon cool.

Habt Ihr als Kinder die Geschichten von Bibi und Tina gelesen oder gehört?

Lisa-Marie: Ich ehrlich gesagt nicht. Ich mochte eher Gruselgeschichten, wie ‘Das kleine Gespenst’.

Lina Larissa: Ich habe alle Geschichten gelesen oder gehört. Früher hab ich fast durchgehend Kassetten gehört. So war ich bei Bibi und Tina sehr gut im Thema.

Chavé Berenice, 8: Ist es anstrengend, den Text auswendig zu lernen?

Lisa-Marie: Anstrengend ist es nicht. Man liest sich den Text mehrfach durch und dann spricht man ihn direkt. Außerdem kann man auch immer noch ein bisschen improvisieren. Und vor dem Dreh übt man viel mit dem Sprechcoach.

Clara, 9: Würdet Ihr auch in Eurem echten Leben gerne hexen können? Und wenn ja, in welchen Situationen?

Lisa-Marie: Ich würde schon gerne hexen können. Zum Beispiel würde ich hexen, dass ich das Abitur bereits mit einem guten Notenschnitt abgeschlossen hätte.

Klara, 11: Müsst Ihr oft Autogramme geben?

Lina Larissa: Dieses Jahr war es extrem, da hatte ich etwa einen Monat lang keine Pausen mehr in der Schule. Das lag an den vielen neuen Fünftklässlern, die alle ein Autogramm haben wollten. Es gab einen Tag, da saß ich mit meinen Freunden in der Cafeteria und plötzlich standen zehn Kinder hinter mir in einer Reihe und haben mich angestarrt. Inzwischen hat sich das aber wieder beruhigt.

Lisa-Marie: Bei dem Abschlussball meiner Schwester saß ich mit einigen Kindern am Tisch, die mich sofort erkannten. Ihre Eltern zweifelten zunächst, aber nach einem gemeinsamen Foto war dann alles gut. Irgendwie passiert so etwas immer in Situationen, in denen man es nicht erwartet.

Carolin, 13: Woher kommt Ihr eigentlich?

Lina Larissa: Ich bin aus Hannover, ich spreche also hochdeutsch. (Lächelt)

Lisa-Marie: Ich komme aus Thüringen, aus Eisenach mit der schönen Wartburg. Ich spreche also einen leichten Dialekt. (Grinst)

Josephine, 9: Trefft Ihr zwei Euch und die anderen ab und zu?

Lina Larissa: Während der Woche sind wir in der Schule, weshalb das nicht möglich ist. Dort haben wir auch Freundeskreise. Momentan sind wir fast alle drei Wochen in Berlin und sehen uns.

Anne, 9: Habt Ihr privat Haustiere?

Lisa-Marie: Ich habe zwei Katzen und zwei Hunde. Ich hatte auch noch zwei Meerschweinchen, die ich verschenkt habe, und ein Pferd, das wir verkaufen mussten - wegen des Zeitmangels.

Lina Larissa: Ich wollte immer gern Haustiere haben, bin aber leider allergisch gegen Tierhaare.

Und wie ging das dann mit den Pferden?

Lina Larissa: Ich musste Allergietabletten nehmen, damit hat dann alles ganz gut geklappt.

Ai-Chieh, 9: Ich habe eine Frage an Detlev Buck: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Regisseur zu werden?

Detlev Buck: Ich habe in der Schulzeit Fotos gemacht. Das fand ich toll. Und Filmen ist ja eigentlich nicht anderes, als viele Fotos aneinanderzureihen. Das ist ein sehr spannender Beruf, und ich habe das nie bereut.

Sonja, 8: Wieso sieht das Hexen im Film eigentlich immer so leicht aus?

Lina-Larissa: Weil ganz schön viele Menschen daran arbeiten, dass es so leicht aussieht . . .

Theresa (9), Mila (10) & Olivia (10): Wie lange dauert so ein Filmdreh?

Lina Larissa: Insgesamt dauerte der Dreh etwa zwei Monate. Also nach zwei Wochen Vorbereitungszeit wurde sechs Wochen lang gedreht. Danach ging die Arbeit im Studio weiter. Teilweise muss man Tonpassagen im Studio neu aufnehmen, weil ein Flugzeug oder Regen zu hören war. Und dann wisst Ihr ja sicher, dass die richtige Welt in echt nicht ganz so bunt ist wie im Film. Auch die Farben werden nachträglich bearbeitet.

Jessica: War der Kampf zwischen den Mädchen und den Jungs echt?

Lisa-Marie: Im Film sind die Mädchen tatsächlich gegen die Jungs, und sie müssen gemeinsam und in Konkurrenz zueinander Geocaching-Aufgaben lösen, um Sterne zu finden. In Wirklichkeit haben sich aber alle beim Dreh sehr gut verstanden.

Livia, 11: Wie war es denn, mit einem Youtuber zu drehen? (Gemeint ist Phil Laude vom Comedytrio Y-Titty, der den Urs spielt, Anm. d. Red.)

Lisa-Marie: Wir haben ein bisschen mit Phil darüber geredet, was er macht. Aber ansonsten war es auch nicht anders, als mit einem anderen Schauspieler zusammen vor der Kamera zu stehen.

Helena, 7: Machen die Dreharbeiten eigentlich so viel Spaß, wie es in den Filmen aussieht?

Lina-Larissa: Ja! Wir müssen manchmal gestoppt werden, weil wir so viel lachen müssen. Morgens macht es allerdings manchmal weniger Spaß. Wenn es um sechs Uhr losgeht – dann werden wir abgeholt und es geht in die Maske. Um neun Uhr starten wir mit dem Dreh. Zwischen 16 und 18 Uhr ist Schluss, dann haben wir Freizeit und können unsere Hex-Übungen machen.

Tim, 10: Und was macht an Dreharbeiten am wenigsten Spaß?

Lisa-Marie: Das frühe Aufstehen. Und wenn man Szenen sehr oft wiederholen muss.

Hanna, 12: Wie war das eigentlich mit den Tieren in der Wildnis, die im Film zu sehen sind. Waren die echt?

Lisa-Marie: Ja, das waren wirklich echte Tiere. Die Wölfe, die Waschbären – wir haben nicht einmal im Studio gedreht.

Lina, 10: Sind beim Drehen auch Dinge schief gegangen?

Lina Larissa: Klar. Irgendwas geht immer mal schief. Pferde zum Beispiel lassen sich nicht immer lenken wie Menschen. Sabrina hat sich mal mit dem Pferd von Francois (gespielt von Tilman Pörzgen, Anm. d. Red.) gestritten. Die wollten nicht mehr nebeneinander stehen.

Hannah, 10: Sprecht Ihr immer genau den Text, der im Drehbuch steht oder improvisiert Ihr manchmal?

Lisa-Marie: Buck (der Regisseur Detlev Buck, Anm. d. Red.) hat immer mit uns über den Text gesprochen. Schließlich soll alles, was wir sagen, realistisch wirken, und manchmal können wir das in anderen Worten besser wiedergeben.

Mélina, 8: Sind Sabrina und Amadeus immer dieselben Pferde?

Lina-Larissa: Ach, meine Sabrina... Ja, sie ist immer dieselbe. Nur einmal nicht, da war sie krank. Amadeus ist auch immer derselbe.

Siri, 9: Heißen die Pferde in Wirklichkeit auch Sabrina, Amadeus und Maharadscha?

Lisa-Marie: Sabrina heißt lustigerweise Sarouk, Amadeus heißt Barbarossa, wird aber, weil er manchmal zuschnappt, Schnappi genannt. Bei Maharadscha weiß ich das gar nicht . . .

Selina, 9: Wie genau funktionierte die Szene, in der der Wald gebrannt hat?

Lina-Larissa: Das war echtes Feuer, und das war echt heiß. Das war ein Waldstück, in dem es schon einmal gebrannt hat. Es war natürlich ein kontrolliertes Feuer, die Feuerwehr war auch dabei. Danach waren wir alle ganz schmutzig, weil uns der Ruß und der Dreck vom Boden die Gesichter verschmiert haben – das war einer der coolsten Drehtage!

Selma, 9: Wie hat das funktioniert, dass Bibi den Kopf von Urs verhext hat und der plötzlich ganz groß war? Und wie ist Urs geschrumpft?

Lisa-Marie: Das hat viel mit Perspektive zu tun. Und dann haben die Filmemacher im Nachhinein ein bisschen gezaubert . . .

Theresa, 10: Habt Ihr eigentlich Doubles?

Lisa-Marie: Manchmal ja. Als Phil den Berg runtergefallen ist, da hatte er ein Double. Und in manchen Reitszenen haben wir auch welche gehabt.

Freya, 9: Haben auch die Pferde Doubles?

Lisa-Marie: Tatsächlich haben auch die Pferde Doubles. Das eine Pferd kann beispielsweise gut steigen, hat aber Angst vor Feuer. Deshalb musste es dann ein Double bekommen.

Merle, 9: Habt Ihr auch in echt in den Zelten geschlafen?

Lisa-Marie: „Nee, zum Glück nicht. Ich hasse zelten!

Lina Larissa: Ich auch!

Lisa-Marie: Überall diese Krabbeltiere, ich bin nicht so ein Fan vom Zelten.

Detlev Buck: Ich geh gerne zelten.

Tabea, 8: Findet Ihr es schlimm, wenn Ihr Euch küssen müsst?

Lina Larissa: Nein. Das ist immer lustig, und in der Szene fand das, glaube ich, keiner schlimm.

Alija: Macht Euch das Singen Spaß?

Lina-Larissa: Irgendwie sind die Lieder immer was für das ganze Team. Jeder von uns kann am Ende die Texte – und das hält auch zusammen.

Max, 13: Könnte es etwas wie Bibi & Tina auch mit Jungs als Hauptdarstellern geben?

Detlev Buck: Ja, klar! Ich versuche ja immer, Jungen mit reinzubringen. Und überhaupt: Was ich machen will, ist Family-Entertainment. Schließlich liegt der Humor von Kindern und Erwachsenen gar nicht so weit auseinander, wie man immer denkt.

Annika, 10: Warum singt Dr. Eichhörnchen (den Regisseur Detlev Buck spielt, Anm. der Red.) eigentlich nicht?

Detlev Buck: Ich kann nicht gut singen. Ich war mal bei der Sendung „Ina’s Nacht“ eigeladen, und da habe ich gesungen – das wurde nachträglich rausgeschnitten. Ina sagte zu mir: Das haben wir gemacht, um dich zu schützen! Deswegen ist mein Selbstvertrauen, was das Singen angeht, nicht besonders groß.

Lisa-Marie: Aber Buck, dafür bist du sehr tanzbegabt!

Lilith, 10: Würdet Ihr Euch freuen, wenn es noch einen vierten oder fünften Teil geben würde?

Lina Larissa: Ja. Bibi und Tina gehören zu uns dazu. Jeder Sommer, in dem wir gedreht haben, war bisher total toll!

Liselotte: Wird es denn noch einen vierten Teil geben?

Detlev Buck: Das ist eine schwierige Frage, es soll sich schließlich nichts wiederholen. Falls ja, muss es also etwas ganz Besonderes werden…

Aufgezeichnet von Britta Klar, Gabriel Michailidis und Andrea Huber