Kultur

Petition fordert eigene Straße für David Bowie

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Der Name David Bowie soll in Berlin einen festen Platz bekommen – auf einem Straßenschild. Das fordert eine Onlinepetition, die am Montag gestartet wurde. „David-Bowie-Straße in Berlin“ richtet sich an den Berliner Senat und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, jenen Bezirk also, wo der am Sonntag verstorbene Musiker Ende der 70er-Jahre an der Hauptstraße 155 wohnte.

„Hauptstraßen gibt es viele in Berlin, aber noch keine David-Bowie-Straße“, heißt es in der Begründung. „Mit David Bowies Musik verbinden Hunderttausende, ja Millionen Menschen Erinnerungen. Dieser außerordentliche Künstler verdient es, in Berlin eine besondere Ehrung zu bekommen.“

Zwölf Stunden nach dem Start hatten knapp 300 Unterstützer die Petition unterzeichnet. Die Chancen stehen wohl nicht schlecht. Angesichts der aktuellen Ereignisse, also der großen Trauer um David Bowie, sollte man die Petition schon ernst nehmen, hieß es beim Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Von rund 1600 Petitionen, die 2014 in Berlin eingereicht wurden, erreichte immerhin ein Viertel ihr Ziel ganz oder teilweise. Das Areal vor dem Bundesfinanzministerium heißt inzwischen „Platz des Volksaufstandes 1953“ – als Resultat einer Petition.

Eine Hürde gibt es: Einige Bezirke, darunter auch Schöneberg, wollen Straßen eigentlich nur noch nach Frauen benennen. Es gibt sogar eine entsprechende Ausführungsvorschrift. Zudem dürfen Straßen frühestens fünf Jahre nach dem Tod einer Person nach dieser benannt werden. Mehr Chancen als eine Petition aus Italien hat die „David-Bowie-Straße“ aber allemal. Denn deren Petition richtet sich „an Gott“, so die Initiatoren. Er solle, so heißt es ironisch, doch „bitte Nein zum Tod“ der Pop-Ikone sagen.

Die Pläne für eine andere Form der Ehrung sind bereits konkreter. Die CDU in Tempelhof-Schöneberg will prüfen lassen, ob an Bowies ehemaliger Wohnung eine Gedenktafel angebracht werden kann. „Viele Fans besuchen bereits jetzt seine Wirkungsstätten in Berlin und vermutlich werden sich nun noch mehr Menschen auf die Suche nach Spuren ihres Idols machen“, sagte Matthias Steuckardt, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Für sie wollen wir einen Anlaufpunkt schaffen.“

( lov )