Kultur

Suhrkamp: Ulla Unseld-Berkéwicz im Aufsichtsrat

Ulla Unseld-Berkéwicz wechselt an Spitze des Aufsichtsrats

Der Suhrkamp Verlag hat einen Schlussstrich unter seinen jahrelangen internen Machtkampf gezogen. Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zog sich ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Widersachers Hans Barlach am Donnerstag wie geplant aus dem operativen Geschäft zurück und wechselte an die Spitze des Aufsichtsrats. Neuer alleiniger Vorstandschef des Traditionshauses wird der bisherige Geschäftsführer Jonathan Landgrebe. Zudem teilte der Verlag mit, alle gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Barlachs Schweizer Medienholding seien beendet. Wegen des Streits hatte Unseld-Berkéwicz Anfang des Jahres durchgesetzt, den Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Damit wurde Barlach entmachtet. Die jetzigen Personalentscheidungen wurden in der ersten Hauptversammlung der neuen Suhrkamp AG getroffen. Dem neuen Aufsichtsrat gehören neben Unseld-Berkéwicz auch die Buchhandelsunternehmerin Rachel Salamander sowie die Wella-Erbin Sylvia Ströher an. Die Unternehmerfamilie Ströher war neu in die AG eingestiegen. Auch Barlachs Medienholding ist jetzt Aktionär, in Aufsichtsgremien aber nicht vertreten.