Kultur

US-Abgeordnete fordern Rückgabe von Nazi-Raubkunst

Abgeordnete des US-Kongresses fordern von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ein stärkeres Engagement für die Rückgabe von Nazi-Raubkunst aus Bayern. Ein entsprechender Brief sei am Dienstag eingegangen, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. „Wir werden uns den Brief in Ruhe anschauen und ihn dann beantworten.“ Das direkt an Seehofer adressierte Schreiben sei von 29 Abgeordneten des Repräsentantenhauses unterzeichnet worden. Die US-Amerikaner fordern laut einem Bericht des „Spiegel“ von Seehofer „mehr Dialog und Kooperation“ bei der Rückgabe von Kunstwerken, die einst von den Nationalsozialisten geraubt wurden. Er solle die Museen in Bayern dazu bringen, das Gespräch mit den jüdischen Familien zu suchen, die in Institutionen des Freistaates Nazi-Raubkunst vermuten. Allein in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen müssen nach Museumsangaben mehr als 4000 Gemälde und Skulpturen, die nach dem Machtantritt der Nazis 1933 in die Bestände aufgenommen wurden, auf ihre Herkunft untersucht werden.