Frühkritik

Viel Slapstick bei "Figaros Hochzeit" in der Staatsoper

Bei Jürgen Flimm werden sogar gestandene Opernsänger zu Komödianten. "Die Hochzeit des Figaro" lebt von Leichtigkeit.

Staatsopern-Chef Jürgen Flimm ist ein alt-erfahrener Theaterregisseur, bei dem sogar gestandene Opernsänger zu Komödianten werden. Bei dieser „Hochzeit des Figaro“ zieht der lüsterne Graf in die Sommerfrische der 20er-Jahre. Zwischen Koffern und Liegestühlen findet viel Slapstick statt. Dieser Mozart lebt von Leichtigkeit, schönen Kostümen und einer vorzüglichen Sängerschar. Gustavo Dudamel dirigiert ihnen zu. Eine bejubelte Premiere.

Der venezolanische Stardirigent Gustavo Dudamel verlieh mit der Staatskapelle Berlin Mozarts Meisterwerk besonderen Glanz. Begeisterten Applaus gab es bei der Premiere auch für das hochkarätige Sängerensemble - für Ildebrando D'Arcangelo in der Hauptrolle des Grafen Almaviva, vor allem aber für die drei starken Frauen Dorothea Röschmann, Anna Prohaska und Marianne Crebassa.