Kultur

Ab Sonnabend ist Rainald Goetz so richtig Hochkultur

Mit einem vollen Haus darf der Schriftsteller Rainald Goetz bei der Verleihung des Georg-Büchner-Preises am Sonnabend in Darmstadt rechnen. Rund 800 Menschen wollen im Staatstheater dabei sein, wenn sich der Berliner Autor der deutschen Literatur in der Dankesrede mit Büchner und dessen Werk auseinandersetzt. Das macht die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung bei der Vergabe der renommiertesten literarischen Auszeichnung stets zur Bedingung. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Goetz, 61, verbindet mit dem Dramatiker und Revolutionär Büchner (1813–1837) die Lust zum Theater. Der Autor ist mit Romanen wie „Irre“ und „Johann Holtrop“ bekannt geworden.

In Braunschweig wird ebenfalls an diesem Wochenende der mit 30.000 Euro hoch dotierte Wilhelm-Raabe-Preis verliehen. Er geht an den Österreicher Clemens J. Setz für seinen Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Der 33-Jährige entwerfe darin eine neue, verstörende und zugleich hochkomische Dimension der Realität, hieß es zur Begründung.