Kultur

Beziehungsdrama „Ich will dich“ mit Ulrich Noethen

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenagerkinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Los kommen die Paare nicht voneinander, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität infrage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28. November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes Leben, haben noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Beide Männer sind wütend über das Verhalten ihrer Frauen. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller), und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger. Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen.

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellt. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Und mit Frauen.

„Ich will dich“ ARD, Heute, 20.15 Uhr.

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

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Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

Sie sind ein ganz normales Paar. Oder vielleicht doch nicht? Marie (Ina Weisse) und Bernd (Ulrich Noethen) leben ein geordnetes und zufriedenes Leben, haben aber noch einen Traum. Sie wollen für sich und ihre beiden Teenager-Kinder ein gemeinsames Haus nach eigenen Entwürfen bauen. Doch die Pläne geraten ins Stocken. Ihr gemeinsamer Freund Dom (Marc Hosemann) kommt aus dem Ausland zurück. Früher war er mit Marie zusammen, jetzt bringt er seine Frau Ayla (Erika Marozsán) mit. Als die beiden Frauen sich unversehens ineinander verlieben, gerät die Welt der Paare ins Wanken. Die ARD zeigt diesen ungewöhnlichen Liebesfilm von Rainer Kaufmann heute um 20.15 Uhr.

Zunächst verhält sich die stets kontrolliert wirkende Marie der temperamentvoll-chaotischen Ayla gegenüber abweisend. Aber da sich Gegensätze manchmal anziehen, ist das nur die Ausgangssituation. Die Initiative zur Annäherung kommt zunächst von Ayla. Der erste Kuss löst bei Marie noch Entsetzen aus. „Ich bin nicht lesbisch“, versichert sie Ayla. Aber nachts träumt sie ausgesprochen angeregt von ihr, und bald schon wird aus der flüchtigen Begegnung ein ausgesprochen leidenschaftliches Verhältnis mit weitreichenden Folgen.

Beide Männer sind wütend und ratlos über das Verhalten ihrer Frauen, fühlen sich zurückgesetzt. Verkompliziert wird die Situation noch durch die Probleme mit den Kindern. Lilly (Gina Alice Stiebitz) ist 14 und entdeckt gerade ihre eigene Sexualität. Ihren Versuch, mit ihrer Mutter über die Pille zu reden, weil sie mit ihrem Freund schlafen möchte, weist diese barsch zurück. Lillys Bruder Jonas (Matti Schmidt-Schaller) wird beim Kiffen erwischt und von der Polizei nach Hause gebracht. Außerdem leistet sich Bernd in der Firma eine Affäre mit seiner Kollegin Vicky (Petra Schmidt-Schaller) und Ayla wird zu allem Überfluss von ihrem Mann schwanger.

Voneinander los kommen die Paare nicht, sie sind Nachbarn, wollen sogar zusammen in ein Penthouse ziehen. Und dann mischen auch noch die Schwiegereltern im Gefühlschaos mit. Die können sich ebenfalls nicht entscheiden, allerdings geht es bei ihnen nur noch um die Kacheln in einem Anbau. Weihnachten kommt es zu einem Knall. Bei dem etwas anderen Fest der Liebe fragt die Schwiegermutter Marie: „Warum musst du jetzt deine Sexualität ausleben? Das ist doch etwas für Jugendliche.“ Und Jonas beteuert: „Hier lügt doch jeder. So wie ihr will ich nie werden.“

Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen zu zerbröseln

Die Drehbuchautoren Kathrin Richter und Jürgen Schlagenhof sind der Frage nachgegangen, was mit einem Menschen passiert, der mitten im Leben seine sexuelle Identität in Frage stellen muss. Tatsächlich fegt die Liebe wie eine Urgewalt durch das Leben der Protagonisten. Aus Emotionen werden erst Passionen und dann Obsessionen. In ihrer heftigsten Ausprägung gewinnt die Zuneigung der beiden Frauen zueinander sogar eine zerstörerische Kraft. Die Fassaden der Bürgerlichkeit beginnen unter der Belastung zu zerbröseln.

Stimmig in Szene gesetzt hat diesen amourösen Reigen Rainer Kaufmann. Der Regisseur hatte bereits in „Ein fliehendes Pferd“ (2007) gezeigt, dass er sehr gut mit schwierigen Viererkonstellationen umgehen kann. Frauen, die in Liebesdingen herausgefordert werden, spielen in seinen Filmen häufig eine zentrale Rolle. Autorin Kathrin Richter hatte auch schon die Bücher zu seinen Filmen „Einer meiner besten Freunde“ und „Die Apothekerin“ geschrieben. Hier inszeniert Kaufmann ein stark aufspielendes Ensemble, in dem vor allem Ina Weisse und Ulrich Noethen als Paar zu überzeugen wissen, dessen emotionales Koordinatensystem völlig aus dem Lot geraten ist.

Ina Weisse ist für ihre Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert

Den Regisseur hat an seiner Hauptdarstellerin insbesondere die Strenge und Nüchternheit gereizt, die sie ausstrahlt, und dass es „einen schönen Weg gibt, sie zu durchbrechen“. Das hat er gut erkannt und nutzt es in diesem Beziehungsdrama auch sehr gekonnt und effektiv, wenn man einmal von einer gelegentlich überdeutlichen Symbolik absieht, wenn er beispielsweise Marie im wahrsten Sinne des Wortes als eine „gefallene Frau“ zeigt.

Weisse, die sich über Vergleiche mit Cate Blanchett kaum ärgern dürfte, spielt hier bezeichnenderweise eine Architektin, die sich auf die Baupläne für ihr Leben nicht mehr verlassen kann, die Statik der Gefühle trägt nicht mehr. Das Chaos wirkt bis hin zu den leidenschaftlichen Liebesszenen mit Marozsán überzeugend in seiner Mischung aus Verzweiflung, Leidenschaft und Ratlosigkeit. Sie ist für diese Rolle für den Akademie-Fernsehpreis nominiert, der am 28 November vergeben wird.

„Ich will dich“ Mi 20.15 Uhr, ARD

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