Kultur

Bücherlesen im Schwimmbad macht neugierig

Gilt es als neugierig und kontaktfreudig oder ist es einfach nur indiskret und peinlich, einen Lesenden am Strand, im Schwimmbad oder im Zug auf das Buch, das er gerade vor sich hat, anzusprechen? Eine sommerliche Umfrage im Auftrag der deutschen Buchbranche wandte sich an 5000 Leser ab 14 Jahren. Die Ergebnisse der Kampagne „Vorsicht Buch!“ stimmen irgendwie hoffnungsvoll, dass das Lesen vielen immer noch wichtig ist: 57,5 Prozent der Befragten versuchen laut der Umfrage, zumindest den Buchtitel zu erspähen. Frauen sind mit 62,4 Prozent dabei deutlich neugieriger als Männer, die es auf einen Durchschnitt von 52,3 Prozent bringen. Die Teenager sind beim heimlichen Erspähen Spitzenreiter mit 70,5 Prozent, die über 60-Jährigen sind mit einem Anteil von 48,2 Prozent deutlich gelassener.

Den Gegenüber danach fragen, ob das Buch gut ist, würden 24,6 Prozent aller Befragten. Die absolute Mehrheit hält sich aber zurück. Und tatsächlich tun es dann auch nur 16,5 Prozent und fragen nach. Am direktesten sind dabei die Rheinland-Pfälzer mit 20,5 Prozent. Bei den befragten Berlinern sind es gerade mal 12,3 Prozent. Aber noch zurückhaltender sind die Hamburger mit 9,7 Prozent und als Schlusslicht die Thüringer mit 9,6 Prozent. Die Neugierde, ob sich das Buch zu lesen lohnt, ist übrigens bei den 20- bis 29-Jährigen am größten.